Wenn Poesie zum Erlebnis wird

Nutellabrote, Pullis mit Weihnachtsteddys, Gipfelstürmer, Ringelfritten und die Philosophie der Blockflöte. Eigentlich haben diese Worte nichts gemeinsam und doch irgendwie dann alles: den Landsberger Poetry-Slam. Eine wilde Mischung sowohl aus Slamern, Texten und Gefühlen. Bei den sieben Slamern, die in zwei Runden aufgetreten sind, war alles dabei von zum Schreien komisch, super tiefgründig, bis hin zum Einschlafen. Doch eines lässt sich sagen: Die Slams lohnen sich eigentlich immer und sorgen dann doch für extravagantere Abende als es vielleicht Netflix kann. Auch das IKG war gut vertreten, sowohl durch die für am meisten Stimmung sorgende 9.Klasse als auch durch uns vom BLIKG.BLOG. Wir durften nämlich extra für Euch den Gewinner des Slams interviewen, wobei vielleicht gar nicht so viel Spannendes aufgedeckt wurde, als wir uns von Vertretern der Slam-Kunst erhofft hatten, aber letztendlich zeigte sich, dass der Sieger William durch ein wenig Mut zu seinem Hobby Poetry-Slam gekommen ist.

Poetry Slam ist es dann doch eine offene Bühne für dich und mich und künstlerische Freiheit , was dann ja auch das Schönste ist!

William Laing. 23. Über die eine Frage und das Schlafen.

Wie hast Du Dich bei Deinem ersten Slam gefühlt? Unsicher. Es war direkt vor großem Publikum. In Hamburg war das mit 19.

Was gibt Dir Kraft vor dem Auftritt? Zu wissen, dass es okay ist. Manchmal auch ein Bier.

Was hat Dich zum Slamen gebracht? Ich war davor noch nie auf einem Poetry Slam. Ich habe nur gehört, dass es das gibt und habe mich dann angemeldet. Ich habe ein paar E-Mails rausgesucht und bin dann spontan bei einem der größten Slams in ganz Norddeutschland gelandet.

Was ist das Schlimmste, was auf der Bühne passieren könnte? Wenn das Publikum die Pointe nicht versteht. Du bist auf der Bühne und die Leute verstehen´s gar nicht.

Ein Lieblingssatz aus einem Deiner Texte? „Ich würde ihr gerne die Welt zu Füßen legen, doch ich weiß nicht, wo ihre Beine aufhören.“ Meine Freundin hat tatsächlich so lange Beine. (lacht)

Was motiviert Dich? Wenn die Leute einfach Bock drauf haben.

Inspiration? Meistens normale Lebenssituationen. Alltagssituationen. Manchmal kommen einem Sätze oder irgendwelche Lines in den Kopf. Die stelle ich dann in den Kontext. Bastel sie zusammen.

Credo/Lebensmotto? Tatsächlich aus einer Kinderserie: Be who you are and say what you feel. Because those who mind don`t matter and those who matter don`t mind.

Was darf man einen Slamer nie fragen? „Wie viele Poetry Slams hast du schon gemacht?“, weil Slams sind ja nur die Veranstaltung.

Nachdem ihr jetzt unsren Sieger Slamer William so richtig gut kennenlernen durftet und einen Einblick in das Leben eines Poetry Slamers erhalten habt, bleibt uns nur zu sagen: Die Poesie in Form so einer Veranstaltung, bei der man sich vor sich vor Lachen krümmen kann oder anderseits tief in seiner Gedankenwelt versinken kann, kann durchaus eine unterhaltsame Abendbeschäftigung mit Freunden und Familie sein.

Deshalb merkt euch schonmal alle den 8.2 vor, wenn es im Stadttheater wieder heißt:

Bühne frei für die Poesie

Bilderinterview mit Willam:

Wie fühlst du dich, wenn keiner nach deinem Auftritt klatschen würde?
Wie sah dein Gesicht nach Deinem heutigen Sieg aus?
Slamtext: Humor oder Tiefgang
Deine Persönlichkeit in einer Geste beschrieben

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