Weihnachtsstress

Anfang September ahnt man es schon – Weihnachten naht. Lebkuchen, Spekulatius und Dominosteine machen sich im Supermarkt breit. Natürlich ist es vollkommen überzogen, im September bereits an Weihnachten zu denken – es ist ja praktisch noch Sommer.  Dann Ende Oktober, Anfang November erweitert der Schokoladennikolaus das vorweihnachtliche Sortiment. Nun kommt einem langsam der Gedanke, sich um Weihnachtsgeschenke zu kümmern. Wir scrollen uns durch die Geschenkideen auf Amazon, Pinterest und Co, aber eigentlich hat man ja noch keine Lust, sich mit dem leidigen Thema „Was schenke ich bloß Person XY“ zu beschäftigen. Also verschiebt man die Weihnachtseinkäufe weiter und weiter. Dann Ende November, Anfang Dezember geht es mit den Noten in der Schule drunter und drüber, Weihnachtsmärkte wollen besucht werden, der Vater erwartet Hilfe beim Anbringen der kitschigen Lichterketten und die Mutter will Hilfe beim Plätzchenbacken. Bei all dem Trubel vergisst man, was man aufgeschoben hat. Dann, zwei Tage vor Weihnachten: der Schock. 80% der Weihnachtsgeschenke wurden immer noch nicht besorgt. Nur der OBI-Gutschein für Opa ist schon gekauft. Also fährt man am Tag vor Weihnachten noch nach München, um für Familie und Freunde schnell noch etwas zu kaufen. Werden diese Geschenke wohlüberlegt und persönlich sein? Eher nicht. Eher so Duschgel und Topflappen.

Aber warum kümmern wir uns nicht einfach rechtzeitig darum? Es muss ja nicht mal etwas Gekauftes sein. Selbstgemachtes hat immer etwas sehr Persönliches und zeigt, dass man wirklich Arbeit investiert hat und nicht notgedrungen irgendetwas gekauft hat. Es gibt so viele Ideen: einen selbstgemachten Fotokalender, selbstgemachten Punsch oder Plätzchen, ein Fotoalbum oder einfach einen Gutschein für z.B.  einen Filmabend oder ein leckeres Abendessen. Also warum sich jedes Jahr kurz vor Weihnachten hetzen, als sich einfach frühzeitig etwas Persönliches zu überlegen. Was meiner Meinung nach auch sehr wichtig ist beim Schenken, ist, dass man nicht aus gesellschaftlichem Druck oder der generellen Erwartungshaltung heraus schenkt (Oh, ich muss ihr etwas kaufen, sie ist meine Cousine, sonst sind mein Onkel und meine Tante beleidigt!). Wenn einem die zu beschenkende Person wirklich wichtig ist, fallen einem viel leichter gute Geschenke ein, die automatisch persönlicher werden. Man kann sich dann durchaus mal fragen, ob man dieser Person überhaupt etwas schenken sollte, wenn einem einfach keine Geschenkidee kommt. Es geht an Weihnachten ja auch gar nicht nur um die Geschenke – Essen spielt natürlich auch eine tragende Rolle. Spaß bei Seite, es muss einfach nicht immer teuer sein, Selbstgemacht ist genauso gut, wenn nicht besser.

Frohe Adventszeit!

Wer A sagt muss auch B sagen; deswegen folgt eines meiner liebsten Punsch-Rezepte zum Nachmachen und Verschenken (Perfekt für Eltern und/oder Großeltern).

Fruchtpunsch für ca. 5 Personen

Zutaten:

  • 10 große Saftorangen
  • 1 Zitrone
  • 200ml Rum
  • 500 ml Rotwein (Lieblich)
  • 500 ml Weißwein
  • 2 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 700ml Apfelsaft naturtrüb
  • 200ml Schwarztee
  • Zucker nach Geschmack
  1. Tee kochen, aber nicht zu lange ziehen lassen, es sollte nur leichter Schwarztee sein
  2. Die Orangen auspressen und den Saft in einen großen Kochtopf geben
  3. In den Topf nun auch den Rum, Wein, Apfelsaft und Schwarztee geben
  4. Die Nelken und die Zimtstange dazu geben
  5. Kurz aufkochen lassen
  6. Vollständig abkühlen lassen und in schöne Glasflaschen abfüllen
  7. An diese vielleicht noch einen Tannenzweig oder ein Kärtchen binden  – Fertig!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.