social students: Ikg-Schüler im Ehrenamt

Fridays for Future

Die Jugend von heute ist nicht mehr interessiert, hängt nur noch am Handy und bringt kaum etwas voran…viele Menschen betrachten unsere Generation so, da sie kaum etwas davon hören, wie aktiv wir eigentlich sind. Wie wenig Wahrheit in dieser Wahrnehmung steckt, wird bereits klar, wenn man sich etwas am Ikg umhört. Es gibt viele Menschen, die sich ehrenamtlich sogar teils mehr als Erwachsene beteiligen und dem meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Um das zu ändern, habe ich mit Annika aus der Q11 gesprochen, die in mehreren Vereinen tätig ist.

1. Wie betätigst du dich ehrenamtlich und schon wie lang?

Ich bin bei Fridays for Future Landsberg aktiv, seitdem wir die Ortsgruppe gegründet haben. Bei der eigentlichen Gründung war ich nicht dabei, bin aber sehr schnell dazu gekommen. Insgesamt bin ich seid 1 1/2 Jahren dabei.

Ich kümmere mich um dort vor allem um die E-Mails, die Organisation von Aktionen oder Demonstrationen, und um interne Probleme.

2. Was gefällt dir besonders an deinen Aufgaben, was eher nicht?

Besonders schön finde ich, wenn wir eine Demonstration organisieren und es kommen viele. Vor allem, wenn dass, was wir organisiert haben gut klappt. Demos sind immer sehr spannend, weil kurz vor knapp immer viele Probleme auftauchen, die man spontan lösen muss.

Was mich sehr nervt, sind die vielen E-Mails, die einfach nur Spam sind. Es gibt immer die gleichen Menschen, die uns sehr viele E-Mails schreiben mit wenig Inhalt. Manchmal bekommen wir auch eine E-Mail, die sehr, sehr lang ist und im letzten Satz kommt dann der eigentliche Sinn.

Aber natürlich gibt es auch die Sinnvollen Email, mit allen wichtigen Infos ohne großen Text außen rum.

3. Was hast du durch deine ehrenamtliche Arbeit fürs Leben gelernt?

Ich hab gelernt, wie man E-Mails schreibt 😉

Naja, an sich sind es viele kleine Dinge. Früher musste ich immer ewig überlegen, bevor ich eine E-Mail geschrieben habe und hab dann immer jemanden drüber lesen lassen. Inzwischen schreib ich nicht so wichtige Emails einfach. Ich hab auch viel über Diskussionen gelernt und lerne jedes mal wieder dazu. Und inzwischen, wenn ich jemanden von meiner Meinung überzeugen will, fange ich mit einer Problemstellung an, und wir führen eine Diskussion, bis wir bei meiner Meinung sind. Das funktioniert ziemlich gut. Man lernt sehr viel über Gruppendynamik und Menschen mit anderen Prioritäten oder Zielen, als man es von seinem „normalem“ Umfeld gewöhnt ist.

Man lernt aber auch viel übers Organisieren und Arbeitsteilung, da sonst unsere ganze Arbeit nicht möglich wäre.

4. Was empfiehlst du anderen Jugendlichen, die sich ehrenamtlich in der Region betätigen wollen?

Ich bin mir sicher, dass jeder Jugendliche, der sich ehrenamtlich betätigen möchte, das Passende für ihn findet. Man sollte sich überlegen, in welchem Feld man ehrenamtlich tätig sein möchte, es gibt ja viele Möglichkeiten. Wenn man viel Geduld hat, gerne was mit andern in unserm Alter macht und kein Problem mit Stress hat, ist Fridays for Future eine gute Möglichkeit. Dazu kommt halt, das wir uns komplett selber organisieren. Also wir haben keine Erwachsenen oder Hauptamtliche, die uns unterstützen. Es steht und fällt also mit jedem von uns und so hat auch jeder eine große Verantwortung. Sobald jemand unzuverlässig ist, hat jeder viel mehr Arbeit und unsere Hauptaufgaben funktionieren nicht mehr.  

Bayrisches Rotes Kreuz

1. Wie betätigst du dich ehrenamtlich und schon wie lang?

Ich bin seid ca. 2 Jahren beim Roten Kreuz dabei. Dort bin ich vor allem im Jugendrotkreuz.

Ab und zu mal fahre ich auch beim Rettungsdienst mit und dabei lerne ich jedesmal sehr viel…

2. Was gefällt dir besonders an deinen Aufgaben, was eher nicht?

Mir gefällt besonders, wenn ich weiß, dass ich etwas Verantwortung übernommen habe und ich etwas sinnvolles getan habe. Also das ich weiß, dass weil ich da war, irgendetwas besser gelaufen ist.

Ich lerne sehr viel, wenn ich irgendwas beim Roten Kreuz mache. Ich habe sehr viele kleine Aufgaben, da sticht nichts besonders positiv oder negativ raus. Mir macht da eigentlich auch alles Spaß. Was ich aber mit am liebsten mache sind Aufgaben mit Kindern im Jugendrotkreuz.

3. Was hast du durch deine ehrenamtliche Arbeit fürs Leben gelernt?

Ich hab sehr viel über Gruppendynamik und über andere Menschen gelernt. In der Schule lernt man überwiegend Menschen kennen, die ähnlich sind, wie man selber, also alle sind einigermaßen gut in der Schule, haben eine Familie die sie unterstützt…

Beim Roten Kreuz habe ich viele Leute kennen gelernt, die einfach einen anderen Hintergrund hatten. Ich habe kaum jemanden gekannt, der beispielsweise auf der Hauptschule war. Das hat sich mit dem JRK geändert. Mir hat das eine ganz andere perspektive auf unser Schulsystem gegeben. Ich dachte, auf der Hauptschule lernt man ca. das gleiche, wie auf der Realschule, bloß nicht so tief. Aber dort lernt man auch Dinge wie, wie Verkante ich am besten Holz oder Hauswirtschaft. Also Dinge, die im echten Leben Sinnvoll sein können und das ist teilweise echt interessant.

Man lernt aber beim Roten Kreuz auch extrem viel über Erste Hilfe/Gesundheit.  Manchmal denk ich dann bei irgendwelchen Tätigkeiten darüber nach, was mein Körper gerade eigentlich tut. Mir hilft das Rote Kreuz aber auch enorm für den Schulsanidienst oder generell als „Sanitäter im Alltag“. Es ist einfach praktisch, wenn ich weiß, wie ich ein Fingerkuppenpflaster zuschneide, ohne groß drüber nachzudenken 😉

Aber man lernt auch viele kleine Dinge, die man nicht jeden Tag braucht, wie beispielsweise für über 30 Menschen zu kochen, oder möglichst viele Gegenstände in einen kleinen Rucksack zu bringen, oder so. Vieles lernt man ja nicht wirklich Aktiv, sondern eher passiv…

Meiner Meinung nach am Wichtigsten ist, dass beim Roten Kreuz einfach sehr viele tolle, nette, hilfsbereite Menschen sind. Es ist einfach toll, wenn alle so zuvorkommend sind. Wenn es eine Aufgabe gibt, bin ich es gewöhnt, dass sich viele davor drücken wollen und dann immer die selben sich um alle nicht so schönen Dinge kümmern müssen. Wenn es bei unsern Gruppenstunden heißt, wir müssen noch den Raum aufräumen oder wir brauchen noch Hilfe zu überprüfen, ob das Material noch haltbar ist, helfen fast alle mit und es macht so einfach viel mehr Spaß und geht schnell. Man kann sich einfach auf alle andern Verlassen.

4. Was empfiehlst du anderen Jugendlichen, die sich ehrenamtlich in der Region betätigen wollen?

Jeder sollte einfach dahin gehen, wo es ihm Spaß macht. Wenn einen die Natur interessiert, kann man zum Bund Naturschutz gehen. Wenn einen Klima und Politik interessiert, kann man zu Fridays for Future…

Das coole beim Roten Kreuz ist, dass es so viele Fassetten hat, also wenn man eher jemand ist, der gerne Kocht und sich mit Menschen unterhält und der es nicht so gerne extrem stressig hat, ist im Betreuungsdienst wahrscheinlich gut aufgehoben, der Rettungsdienst ist meiner Meinung nach einfach sehr interessant und macht viel Spaß, es gib aber auch Dinge wie das Jugendrotkreuz, Fahrdienst usw. 

Wichtig ist bloß, dass es einem Spaß macht und Interessiert.  Denn wenn jemand sich ehrenamtlich betätigt, nur um etwas ehrenamtliches zu tun, macht es ihm wahrscheinlich keinen Spaß und andere, die mit ihm zusammenarbeiten wahrscheinlich auch nicht. Es sind immer die gleichen Menschen, die uns viele E-Mails mit wenig Inhalt schreiben. Manchmal bekommen wir auch eine Email, die sehr, sehr lang ist und im letzten Satz kommt dann der eigentliche Sinn.

Aber natürlich gibt es auch die sinnvollen E-Mails, mit allen wichtigen Infos ohne großen Text außen rum.


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