Klimaschutz im Landkreis Landsberg

Nach den Beiträgen über „Mobilität“ und „Jugendkultur“ folgt heute der dritte Blogbeitrag als Vorbereitung zu unserer Podiumsdiskussion am 03.März um 19.30 Uhr im Sportzentrum Landsberg. Zusammen mit dem Kreisjugendring Landsberg fühlen wir den Landratskandidaten der Parteien CSU, B´90/Grüne, ÖDP und Bayernpartei auf den Zahn. Der ganze Bereich Klima- und Umweltschutz darf bei dieser Diskussion natürlich nicht fehlen!

Klima- & Umweltschutz: Eines der wohl umstrittensten Themen unserer Politik. Manche Menschen behaupten, es gebe überhaupt keinen Klimawandel und jegliche Schutzmaßnahmen seien daher auch unnötig, andere gestehen den Klimawandel zwar ein, halten es jedoch nicht für wichtig, etwas dagegen zu unternehmen. Und wieder andere setzen sich intensiv für das Klima und die Umwelt ein.

Aber was kann man in einer Welt, in der die Meinungen so weit auseinander gehen, überhaupt bewegen? Was kann man in einer Welt, in der CO2-Belastung etwas ist, über dessen Existenz immer noch diskutiert werden muss, ändern? Was kann man in einer Welt, in der Plastik mittlerweile die Oberfläche der Meere bedeckt, noch bewirken?

Und die Frage, die viel wichtiger ist: Will unsere Gesellschaft denn überhaupt, dass sich etwas in dieser Welt verändert? Denn, um ehrlich zu sein, scheint sich die Politik in diesem Fall das Motto „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ zu Herzen genommen haben. Die Diskussionen sind endlos, ständig wird geredet, überlegt, geplant und dann… wieder von vorne angefangen. Nur auf die Idee zu handeln ist irgendwie nie jemand gekommen.

Bis zu dem Zeitpunkt, als aus diesem politischen, trockenen Erwachsenen-Thema ein regelrechter Wirbelsturm wurde. Es fing mit einer Jugendlichen an, die auf die Straße ging, um zu protestieren und seither nicht mehr damit aufgehört hat. Und sie blieb nicht alleine mit ihren Protesten: Aus dieser einen Jugendlichen wurden 100, 1 000, 10 000, 100 000. „Fridays For Future“ war bald in aller Munde, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

In einer unfassbar kurzen Zeit gründeten sich in Deutschland und in vielen anderen Ländern überall Ortsgruppen, so auch bei uns in Landsberg. Der Einsatz war und ist unglaublich hoch und all die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen kämpfen regelrecht gemeinsam mit FFF für das Klima und die Umwelt. Umso trauriger ist es zu sehen, dass das Ganze zwar nun schon seit weit über einem Jahr läuft, doch wenn man zurückblickt, ist die Bilanz auf Landkreisebene, aber auch auf Landesebene und weltweit ziemlich ernüchternd.

Es scheint noch immer so, als wäre die Tatsache, dass Jugendliche protestieren und sich auflehnen, viel wichtiger und publiker als das, wofür sie protestieren: die Zukunft. Nach wie vor kommt es bei uns so an, als würden die wenigsten Politiker Jugendlichen wirklich zuhören und das löst eine Mischung aus Frust und Wut aus, was vielleicht auch der Grund ist, wieso so einige von uns FFF wieder den Rücken kehren. Denn wir haben versucht, etwas anderes zu tun als „immer nur vor dem Computer zu hocken und sich für nichts zu interessieren“ und wurden dabei nicht ernst genommen.

Im Endeffekt hat sich zwar so vieles getan, aber wirkliche Veränderungen scheitern bis heute an demselben Problem wie vor fast zwei Jahren. Unsere Welt, und damit auch Deutschland, Bayern, Landsberg, ist voll mit Kindern, die etwas bewirken wollen, aber zu jung sind um zu wählen oder gewählt werden zu können. Daher sind wir wieder beim Anfang angelangt: Die Erwachsenen müssen etwas bewirken, denn wir Jugendlichen haben diese Möglichkeit noch nicht.

Und bis sich etwas ändert, wirklich ändert, gilt für uns trotz allen Pleiten, Niederlagen und nicht vorhandenen Veränderungen immer noch und auch weiterhin: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“

Wir freuen uns auf Euer Kommen und Eure Fragen am 03. März, 19.30 Uhr, im Sportzentrum Landsberg!


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