Buchtipp

Dank des Corona-Virus befinden wird uns ja in den Corona-Ferien und haben jetzt, ganze fünf Wochen, keine Schule. Eigentlich hören sich drei Wochen zusätzliche Ferien gut an aber natürlich muss man in der Zeit trotzdem etwas für die Schule tun, die Lehrer schicken schon fleißig Unterrichtsstoff per E-Mail. Auch kann man die ganzen Ferien, eigentlich nirgends hin gehen. Kinos, Schwimmbäder, Vereine und generell alle Orte wo sich Menschen treffen können sind geschlossen. Außerdem wird davon abgeraten, sich mit Freunden zu treffen, geschweige denn Corona-Partys zu geben, um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten. Und zu allem Überfluss kam auch noch die Ausgangssperre, dies begrenzt die Freizeitaktivitäten auf ein Minimum. Da wird einem schnell Langweilig und man hat das Gefühl, die Decke fällt einem auf den Kopf. Aber man kann versuchen die „Zwangspause“ für Dinge zu nutzen, die sonst zu kurz kommen wie z.B. Lesen. Ich merke es selber, wie mir immer weniger Zeit zum lesen bleibt. Früher habe ich gefühlt jede Woche ein neues Buch gelesen, doch jetzt bleibt bei dem ganzen Schulstress einfach keine Zeit mehr. Also bin ich am 16. März noch schnell zum Osiander gefahren, bevor alle Läden zugemacht haben, um mich mit Büchern einzudecken. Denn jetzt hat man ja jede Menge Zeit zum Lesen. Dort habe ich mir auch gleich einen Buchtipp für unseren Blog geben lassen. Angela Rick stellte sich freundlicherweise zur Verfügung und empfahl mir ein Buch: „Was so in mir steckt“ von Barry Jonsberg. Jonsberg ist ein australischer Kinder- und Jugendbuchautor, der unter anderem das Buch „Das Blubbern von Glück“ schrieb. Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahre plus, der Erscheinungstermin war der 9. September 2019, das Buch ist relativ knappe 352 Seiten lang und der Preis liegt bei 18,00€. Das große Thema des Buches ist Selbstfindung und die Entwicklung von Selbstbewusstsein, was gerade bei der Zielgruppe des Buchs ja auch ein großes Thema ist! Um was es geht: Rob Fitzgerald ist 13 Jahre alt. Er ist sehr schüchtern und hat mit Panikattacken zu kämpfen, so hasst er es z.B. im Mittelpunkt zu stehen, mit Leuten zu sprechen, die er nicht so gut kennt oder ein Referat vor der ganzen Klasse zu halten. Besonders verständlich ist für mich, natürlich die Referat-Situation… wer mag es schon von 30 Augenpaaren gleichzeitig angestarrt zu werden? Er wird aus seinem Alltagstrott gerissen, als er eine neue Mitschülerin bekommt: Destry Camberwick. Für ihn ist sie das schönste Mädchen der Welt und absolut anbetungswürdig. Doch seine Schüchternheit hindert ihn daran, sie anzusprechen, viel zu groß ist seine Angst etwas falsch zu machen oder sich gar lächerlich zu machen. Schnell merkt er, dass er über beide Ohren in sie verliebt ist. Wenn sie an ihm vorbei läuft bleibt die Welt stehen. Für ihn steht fest, er muss ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen und sie beeindrucken! Aber wie macht man so etwas? In seiner Not wendet er sich an seinen Opa, zu dem er ein sehr enges Verhältnis pflegt. Er lebt im Altenheim und ist oft sehr griesgrämig und unfreundlich, dennoch haben sich die Beiden gern. Besonders die Unterhaltungen zwischen ihnen sind sehr humorvoll geschrieben. Auch sucht er Hilfe bei seinem besten Freund Andrew. Doch die Ratschläge die ihm Beide geben, um Destry zu erobern, sind nicht sehr zielführend. Dann bekommt er eines Abends eine mysteriöse SMS, in der ihm Herausforderungen gestellt werden. Er rätselt von wem sie sein könnte, doch findet keine Antwort. Erst möchte er sich den Herausforderungen nicht stellen, doch dann lässt er sich schließlich doch darauf ein. Auf den ersten Blick scheinen sie, sich um die Eroberung von Destry zu drehen, doch eigentlich geht es vielmehr darum, Selbstbewusstsein zu gewinnen und mit sich selbst im Reinen zu sein. Rob soll lernen sich so anzunehmen wie er ist. Und tatsächlich beginnt er Fortschritte zu machen.

Viel mehr sollte man über das Buch gar nicht erzählen, denn es wird noch ein großes Geheimnis am Ende gelüftet. Auf keinen Fall sollte man vor blättern, um schon mal zu schauen was passiert, das würde wirklich den ganzen Reiz des Buches nehmen. Die ganze Geschichte ist sehr humorvoll und mit viel Witz geschrieben. Die Kapitel sind eher kurz und die Sprache einfach, was bei einem Jugendbuch ja meistens der Fall ist. Die Figuren (insbesondere Rob) sind sehr authentisch und liebeswert. Generell kann man das Buch auch noch lesen, wenn man vielleicht schon 16, 17 oder 18 ist. Das Thema, um was es letztendlich wirklich geht, ist einfach so unglaublich wichtig und es sollte viel mehr darüber geredet werden. Mit Frau Rick bin ich auf jeden Fall einer Meinung- ein sehr guter Buchtipp!

Der Klapptext:

Träume groß. Habe Mut. Und lass dich nicht aus der Ruhe bringen.

„Ich glaube, ich habe mich verliebt.“ Mums Unterkiefer klappte herunter. „Aber du bist erst dreizehn.“ „Gibt es eine Altersgrenze dafür?“, fragte ich. „Kann mich jemand davon abhalten, weil ich nicht alt genug bin?“ Dad faltete die Zeitung zusammen und kehrte ins Reich der Lebenden zurück. Ich wandte mich an ihn. „Dad, die größte, wunderbarste Liebe deines Lebens?“ Er zögerte keine Sekunde. „Golf“


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