Das Phänomen des Zusammenhalts

Eigentlich hatte ich ja vor, auf keinen Fall einen Artikel über Corona zu schreiben, denn davon wimmelt es auf dieser Seite nur so. Allerdings habe ich nicht wirklich ein anderes Thema im Repertoire.

Seit heute exakt 60 Tagen hänge ich nämlich nur noch zuhause herum, von meinen täglichen Spaziergängen mal abgesehen. Auf eben Diesen ist mir etwas witzigtrauriges (jaja, Neologismus) aufgefallen.

Ständig ist die Rede von Zusammenhalt und Rücksichtnahme und überall wird die Hilfsbereitschaft und die Freundlichkeit der Menschen gepriesen, aber jetzt mal ernsthaft: Wenn ich auf der Straße an einem Menschen mit zwei Meter Abstand vorbei gehe und „Hallo“ sage, warum werde ich dann immer so angeschaut, als hätte ich ihm ins Gesicht gespuckt und „Viel Spaß mit Corona, Bitch!“ gerufen?

Also ich weiß ja nicht, was allgemein so unter „Freundlichkeit“ oder „Zusammenhalt“ verstanden wird, aber in was für einer Welt leben wir bitte, wenn man nicht mal mehr „Hallo“ sagen kann?

Und ich bin Dorfkind. Das bedeutet, dass es das absolut Selbstverständlichste der Welt für mich ist, Menschen zu grüßen, und normalerweise wird man auf dem Dorf eher schräg angeschaut, wenn man nicht grüßt!

Klar, ich weiß, dass wegen Corona gerade alles Kopf steht, aber können wir nicht wenigstens an so kleinen Sachen festhalten wie „Hallo“ sagen oder jemandem mal ein Lächeln (möglichst ohne Maske) zu schenken?

 

Beitragsbild von Pexels


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