Eine Pauli mit… Herrn Eglhofer

Heute kramen wir mal ein ganz altes Format wieder raus. An die „Paulis“, die es über lange Zeit hier auf dem Blog gab, erinnern sich vermutlich nur die von euch, die hier schon sehr lange mitlesen. (Sie sind aber definitv mal einen Blick wert – wenn euch in Corona-Zeiten langweilig sein sollte, dann schaut doch mal in unserer Kategorie „Blikg zu tief ins Glas“ vorbei, da findet ihr all diese vergangenen Lehrergespräche!)

In den letzten beiden Jahren haben wir dieses Format ein wenig schleifen lassen, würden aber gerne wieder anfangen, mehr Gespräche mit Mitgliedern unserer Schulfamilie zu führen – und wer wäre besser geeignet, um unser erster Kandidat zu sein als der inzwischen-gar-nicht-mehr-so-neue Musiklehrer? Ich habe mir also auch in diesem ganzen Chaos im Moment einen Termin mit Herrn Eglhofer gesucht, und habe ihn mal ein bisschen ausgefragt.

Ich glaube, wer er ist weiß mittlerweile jeder. Schließlich war es wirklich schwer, nichts über den „Frau-Flatz-Nachfolger“ mitzubekommen in den letzten Monaten, in denen er am IKG war. Als ich ihn nach Fun-Facts über ihn gefragt habe, Hat er verraten, dass er am gleichen Tag wie Justin Bieber und Frédéric Chopin Geburtstag hat (über sein Alter wird an dieser Stelle mal keine Aussage getroffen), Klarinette wie Thaddäus von Spongebob spielt und dass er nicht nur jetzt Frau Flatz Nachfolger ist, sondern auch vor einigen (vielen) Jahren schonmal als ihr Praktikant hier war. Und ich finde, damit hat er sich schon so gut selber vorgestellt – da muss ich nichts mehr sagen.

Lehrer wollte er übrigens auch nicht schon immer werden. Als Kind eher Koch, und dann, als ihm, wie er sagt, „die Musik dazwischen gekommen“ ist, wollte er nach dem Abi erstmal Orchestermusiker werden. So sicher war er sich da aber auch nicht, also war er noch bei der Bundeswehr. Aufgrund von furchtbaren Aussichten in der Orchestermusik und einem tollen Mathelehrer, der ihn irgendwie begeistern konnte (Obwohl er, nach eigenen Aussagen, trotz Matheleistungskurs, „Mathe eigentlich ganz schrecklich fand“) kam er dann zum Lehramt, und ist jetzt, nachdem er zwischendrin in Frankreich studiert hat („Weil ich zu viel Zeit hatte“) und sein Französisch-Studium abgebrochen hat („Irgendwie war meine Motivation da nicht mehr groß genug“) einfach ausschließlich Musiklehrer.

Als ich ihn dann nach seinem ersten Eindruck vom IKG gefragt habe, musste er gar nicht lang überlegen:

„Wow, das Freibad ist nebenan!“

Ansonsten sind seine drei Dinge, die er bei uns nicht mehr missen möchte, alle drei Chöre (von deren Größe er übrigens anfangs sehr überrascht war – bei uns gibt’s so viele Chorschüler!), der Kuchen von Frau Fischer (Von dem wir Schüler wirklich zu wenig zu sehen kriegen!) und die Kaffeemaschine, die scheinbar ganz besonders guten Kaffee macht.

Auf meine Abschlussfrage hin, ob er es eigentlich manchmal bereut, Lehrer geworden zu sein, wusste er auch schnell eine Antwort, die ich hier gerne noch unkommentiert als unser Schlusswort hinstellen würde:

„An sich bereue ich es nicht, Lehrer geworden zu sein – das ist der tollste Beruf dieser Welt. Was ich schade finde, ist, dass ich selber nicht mehr so viel Zeit habe, Musik für mich zu machen. Lehramt ist einfach so ein zeitintensiver Beruf. Aber ansonsten gibt es wirklich nichts, was mir nicht gefällt.“


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