Blikg in eine Musik, ganz ohne Instrumente

Wenn man an Musik denkt, denkt man sofort an eine Gitarre, ein Schlagzeug, ein Sänger, eine Band mit vielen Musikern und großer Ausstattung …

Klar, das hat ja auch Musik jahrhundertelang ausgemacht. Man hatte eben nur die Möglichkeit über den Klang von Instrumenten oder der Stimme eines Sängers, einen Song zu erschaffen. Heute gibt es jedoch auch Musik, die ganz ohne Instrumente und sogar ohne Stimme auskommen kann und dazu sogar noch wahnsinnig gut klingt.

Ich zeig euch heute ein Trio, das ganz ohne klassische Instrumente und lediglich mit dem einen oder anderen Laptop ihre Musik macht. Die drei Musiker Sascha Ring, Sebastian Szary und Gernot Bronser; alle drei Berliner; schlossen sich 2002 zusammen, um die, von mir heute vorgestellte Musikgruppe, „Moderat“ zu gründen. Unter diesem Namen machen die drei elektronische Musik, unteranderem sogenannten Minimal-Techno. Techno? Also machen die wohl auch diese Musik, die immer gleich klingt und dazu noch nicht mal nach Musik? Ja und nein. Moderat macht eine etwas abgeschwächtere, softere Form des Genres Techno. Deswegen arbeiten sie zwar (wie für Techno üblich) mit sich vielen wiederholenden Rhythmiken, bauen aber trotzdem eingängige Melodien in ihre Songs ein, worauf sich das Ganze dann doch gar nicht so „hart“ und „abgehackt“ anhört. Ich finde, sie schaffen es richtig gut, eine ganz besondere Atmosphäre rund um ihre Songs zu schaffen; begünstigt durch viele elektronische Synth-Sounds und experimentierfreudigen Melodien. Mir persönlich ist es immer wichtig, dass Musik melodisch ist und ich bin auch ein großer Fan von verträumten Melodien und atmosphärischen Songs. All das bringen die Jungs von Moderat, auf ihre ganz eigene Art Musik zu machen, mit. Man kann ihre Songs perfekt nebenbei laufen lassen, seine Gedanken dazu schweifen lassen oder auch einfach mal ganz seinen Kopf abschalten.

Ihr bekanntester Song „A New Error“ hat auf Spotify fast 50 Millionen Streams, ansonsten sind ihre Lieder jedoch noch etwas unbekannter. Wie bereits erwähnt, besitzen viele Lieder von ihnen gar keinen Gesang, doch es gibt auch paar Songs auf denen dann doch noch etwas gesungen wird, wie beispielsweise  bei dem und etwas ruhigeren Track „Bad Kingdom“ oder dem etwas düstereren Song „The Fool“. Weitere Empfehlungen von mir sind auch der etwas leichtere Song „Out of Sight“, der melancholische Track „Therapy“ oder der Song „Running“, der durch seinen besonderen Beat, erzeugt durch eine tiefe Computerstimme kombiniert mit hohen Gesang, heraussticht.

Auch live ist Moderat echt gut unterwegs und ihre Touren und  Liveshows sind weltweit in vielen Städten ausverkauft.

Vielleicht kann man Moderats Sound alles in allem so beschreiben: tonnenschwere Melancholie mit gelegentlicher Leichtigkeit und bebend einsetzenden Beatbreaks, die eine ganz eigene verträumte Energie schafft.

Ich muss sagen, ich höre super gerne auch mal solche Musik. Musik in der nicht direkt ein Thema vorgegeben wird und keine langen, ausführlichen Texte enthalten sind. Dafür mach ich mir dann lieber meine eigenen Gedanken zu dem Song und denk mir einfach mal meine ganz eigenen Lyrics dazu.

Vielleicht hast du ja auch Lust sowas mal zu probieren und hörst gelegentlich bei Moderat rein 🙂


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