Buchtipp 2.0

Vor ein paar Monaten habe ich schon mal einen Buchtipp hochgeladen und heute gibt es einen neuen! Mir hat das Format sehr gut gefallen und vielleicht kann ich dadurch, jemanden auf ein gutes Buch bringen. In diesem Buch, geht es aber deutlich düsterer zu, als im letzten. Ich war wieder beim Osiander und habe mir das Buch, von Robert Leuter empfehlen lassen.

Dry – Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.

Die Fakten:

Das Buch hat 448 Seiten, eine ganz solide Seitenanzahl für ein Jugendbuch. Erschienen ist es bereits 2019 und wurde für den „Deutschen Jugendliteraturpreis 2020“ nominiert in der Kategorie „Preis der Jugendlichen“. Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren aufwärts. Geschrieben wurde es von Neal Shusterman und seinem Sohn Jarrod. Neal Shusterman wurde 1962 in Brooklyn (New-York) geboren. Er studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Viele seiner Romane sind internationale Bestseller. So schreib er auch die „Vollendet“-Reihe, die in Deutschland recht erfolgreich war. Das Buch kostet 15€ bei Osiander in Landsberg. Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel sind eher kurz. Die Geschichte wird aus der Sicht mehrerer Jugendlicher erzählt.

Der Klapptext:

Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben.

Wie man dem Klapptext entnehmen kann, geht es in dem Buch über den wohl wichtigsten Rohstoff der Welt – Trinkwasser. In vielen Regionen der Welt, ist der Kampf um Wasser heute schon Realität. In den trockenen Gebieten der Welt versiegen Brunnen, Seen trocknen aus, die Ernte verkümmert und die Nutztiere verdursten. Dabei denken die meisten Menschen z.B. an die Sahel Zone in Afrika, doch vielen ist gar nicht bewusst, dass auch in westlichen Ländern Wasserknappheit herrscht. Auch in einigen Gebieten Deutschlands trocknen Flüsse aus, die Ernte geht ein und die Grundwasserreservoirs werden nicht mehr vollständig aufgefüllt. Dies liegt an den zu heißen und zu trockenen Sommern und an dem stetig steigenden Wasserverbrauch der Bürger und Industrie.

Das Buch spielt jedoch in Kalifornien USA, wo bereits heute großer Wassermangel herrscht. Waldbrände wüten jedes Jahr und zerstören alles was ihnen in den Weg kommt. Die Flüsse und Trinkwasserreservoirs werden durch das Schmelzwasser der Berge gespeist, jedoch fällt aufgrund des Klimawandels immer weniger Schnee. Im trockenen Süden wird das meiste Wasser verbraucht, das aufwändig vom feuchteren Norden dort hin transportiert werden muss.

Alyssa wohnt mit ihrer Familie in einer Kleinstadt in Kalifornien. Vor einiger Zeit wurde das Wasser knapp und daher wurden strikte Regeln zum Wassersparen erstellt. Das Bewässern von Pflanzen oder unnötiger Wasserverbrauch wurden verfolgt und bestraft. Bis dahin war aber noch alles machbar, bis zu dem alles verändernd Tag. Eigentlich war es absehbar, doch niemand hat damit gerechnet. Plötzlich kommt überhaupt kein Wasser mehr aus den Hähnen, die Wasserversorgung ist völlig zusammengebrochen. Jetzt ist große Not am Mann, denn selbst der fitteste Mensch stirbt nach drei Tagen ohne Wasser. Auf der Suche nach Wasser und nach einer Lösung, muss sich Alyssa mehreren Ereignissen und Personen stellen, die sie so niemals erwartet hätte.
Neben Alyssa gibt es noch weitere Protagonisten, die nach und nach dazukommen und jeder von ihnen seine eigne wichtige Rolle, in dieser Gesichte spielt. Jede dieser Personen leidet anders und zeigt dem Leser, was es heißt auf ein für uns so selbstverständliches Gut zu verzichten, welches man zum Überleben brauch. Alyssa versucht die Truppe zusammenzuhalten, während diese droht zu zerbrechen. Bis zu Schluss glaubt sie daran, dass sie Hilfe bekommen werden.
Kelton, der etwas merkwürdige Nachbarsjunge, ist da vollkommen anders. Er und seine Familie waren auf diese Katastrophe vorbereitet und somit hat er einige Lösungen parat. Doch irgendwann weiß auch er nicht mehr weiter und die Lage spitzt sich zu. Die Menschen tun alles um an Wasser zu kommen, sie plündern, stehlen, prügeln und morden für nur einen einzigen Schluck. Durch kleine Einschübe wird auch die Lage aus anderen Gegenden, die von der Katastrophe betroffen sind, geschildert. So erfährt man wie es Politikern, Notfallversorgern und anderen Bürgern in der Situation geht.

Das Zukunftsszenario, das Shusterman in seinem Roman beschreibt, ist so erschreckend wie realistisch. Durch die Erderwärmung und einen verschwenderischen Lebensstil der Industriestaaten, wird Wasser auf lange Sicht zum Mangelgut. Uns in Deutschland geht es verhältnismäßig noch sehr gut, doch wenn wir weiterhin so wirtschaften und leben, trifft es uns irgendwann genauso hart wie es die Menschen in Afrika heute schon erleben.


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