Das vielleicht größte Problem unserer Zeit

In letzter Zeit ist mir eine Sache öfter durch den Kopf gegangen. Das waren so Gedanken wie: „Irgendwie bin ich ja doch ganz schön oft am Handy. Oh meine Bildschirmzeit ist heute doch wieder ganz schön hoch. Was schau ich mir da eigentlich die ganze Zeit an wenn ich auf Social Media rumhänge? Ist das nicht alles nur stumpfe Unterhaltung? Drück ich mich nur vor meinen Pflichten? Bringt mich das alles überhaupt weiter?“

Eine Sache ist ganz klar; es gibt positive Seiten an verschiedenen Social Media Plattformen. Man kann sich unglaublich gut inspirieren lassen; kann sich genau nach seinen Interessen unterhalten und über die ganze Welt mit den unterschiedlichsten Menschen interagieren.

Im Alltag sieht das bei vielen dann mittlerweile so aus: „Ah ok, jetzt hab ich kurz ne Sekunde frei, dann schau ich mal auf mein Handy was so abgeht.“  Doch genau das wird zu einer großen Gefahr. Denn wenn man Langweile hat und sofort sein Handy zur Hand nimmt um kurz etwas zu konsumieren; um beschäftigt zu sein; nicht nachdenken zu müssen, dann kann das einfach nicht richtig und gesund sein. Digitale Plattformen wie YouTube, Instagram usw. haben alle gemeinsam das gleiche Geschäftsmodell. Sie wollen möglichst viel Geld verdienen und das bekommen sie, in dem sie die Aufmerksamkeit der Menschen so lang wie möglich auf sich ziehen. Und das ist das Problem. Denn wenn diese Plattformen unsere Aufmerksamkeit somit kompromisslos verkaufen und mit allen Mitteln versuchen, uns auf deren Plattform zu halten, kommt jeder einzelne Konsument leicht in einen Teufelskreislauf. Durch die heutzutage stark ausgereiften Algorithmen bekommt jeder das angezeigt und  vorgeschlagen, was ihm gefällt und somit länger unterhält. Klingt erstmal ganz cool. Wieso sollte ich auch was sehen sollen, was mich gar nicht interessiert. Doch dann passiert es, dass man sich in einer Endlosspirale von jeglichem auf einen zugeschnittenen trash content mit oberflächlichen Videos und belanglosen Beiträgen befindet, aus der man nicht mehr raus kommt. Google wird dich nie aus deiner Komfortzone locken und dir nach zwei Stunden langem, gut funktionierendem Unterhaltungskonsum etwas anspruchsvolles, „sinnvolles“ anbieten und dich solang damit nerven, bis du aus deiner Konsumgewohnheit ausbrichst. Ich glaube, dass dieses ungesunde Konsumverhalten, angetrieben der Unternehmen,  sehr viel negative Spuren in unserer Gesellschaft hinterlässt und auch ein Grund, für die rasant ansteigenden Zahlen psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen sind. Denn der soziale Druck bei Kindern und die Angst davor nicht mehr cool zu sein, wenn man einen Trend mal verpasst, ist groß in der sich heute so schnell entwickelnden Welt.

Die nächste Generation wird in eine Welt geboren, in dem es nur solche Mechanismen gibt und sie werden im Kindesalter mit social media und den ganzen damit einhergehenden Gefahren aufwachsen. Keiner kann erahnen zu was das beim Menschen führt und wie groß der Schaden wird der daraus bei der Entwicklung der Psyche und letztlich in der Gesellschaft entsteht.

Schlussendlich muss aber auch gesagt sein:

Jeder ist für sich selber verantwortlich! Google und Facebook sind nicht schuld an unserer Bildung und an unserem Verhalten; jeder einzelne muss es schaffen sein Konsumverhalten unter Kontrollen zu bringen und zu erkennen, wenn etwas einfach zu viel wird. Ich persönlich werde diesen Gedanken jetzt auf jeden Fall mal mit in meinen Alltag nehmen und wenn ich mal eine Minute nichts zu tun hab, vielleicht nicht direkt zu meinem Handy greifen.


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