4 Phasen zur Selbstmotivation

4 Phasen zur Selbstmotivation

Wie man sich selbst motiviert einen Artikel über Selbstmotivation zu schreiben

Phase -1: Prokrastinieren

Für mehr als die Hälfte der Schüler ist dieses Wort essentiell. Denn auf die Frage hin, wie genau du dich denn jetzt auf die bevorstehende Klausur vorbereiten wirst, kommt die Antwort „Ich prokrastiniere.“ deutlich besser als „Ich mach erstmal nichts und wenn ich dann eigentlich keine Zeit mehr habe, schau ich‘s mir eventuell mal an.“ Der erste Satz hat genau zwei Vorteile. Erstens: Er ist kürzer. Zweitens: Aufgrund des professionell klingenden Fremdworts vermutet jeder, dass von einer anerkannten „Lernmethode“ die Rede ist.

Abgesehen davon ist Prokrastination wahnsinnig vielfältig. So gut wie ich das Lernen für eine Schulaufgabe aufschieben kann, kann ich auch das Schreiben eines Artikels über Selbstmotivation prokrastinieren, beispielsweise indem ich stattdessen über Prokrastination schreibe.

 

Phase 0: Scheitern

Wir sprechen hier von dem ersten kläglichen Versuch, den wir unternehmen, weil wir vom Prokrastinieren ein schlechtes Gewissen haben. In Phase 0 scheitert man deshalb, weil man noch nicht wirklich die Motivation gefunden hat, sich selbst zu motivieren. Die Ergebnisse, die dann bei diesem Versuch rauskommen, sind dementsprechend eher bescheiden und laden kaum dazu ein, sich richtig aufzurappeln.

Meine erste glorreiche Idee war den Begriff „Selbstmotivation“ auf Pinterest zu suchen. Nachdem mir allerdings der Spruch „Wenn das Leben dir einen Korb gibt, geh einkaufen!“ ausgespuckt wurde, war mir doch recht schnell klar, dass ich was anderes versuchen sollte.

 

Phase 1: Fokussieren

Nachdem du nach Phase 0 wahrscheinlich wieder zurück in das Prokrastinationsloch gefallen bist, trifft dich jetzt ein Funke und du fängst allmählich Feuer. Fokussieren ist das Stichwort. So verlockend dein Handy auch aussehen mag, jetzt nachzugeben wäre fatal. Konzentriert bleiben ist wahnsinnig schwierig und es gibt leider kein Universalrezept dafür. Jeder hat seine eigenen Tricks, die verhindern, dass die Flamme erlischt. Ich weiß, aller Anfang ist schwer, und zunächst wirst du wohl auch eher auf Sparflamme laufen, aber mit dem richtigen Brennholz kannst du ein bisschen nachhelfen.

Entspannende, klassische Musik heizt mich persönlich richtig an. Das Album „Deep Study Sounds“ – zu finden auf Spotify – pusht meine Konzentration wahnsinnig, weil die Klänge mich beruhigen und ich gleichzeitig von der Außenwelt abgeschottet bin.

 

Phase 2: Fließen lassen

Jetzt seid ihr offiziell „im flow“, einfach motiviert und es gilt, alles aus einem fließen zu lassen. Einmal bei der Sache kommt dir das, was zu Beginn kaum zu bewältigen schien, gar nicht mehr so schlimm vor. Um die vorherige Metapher noch einmal aufzugreifen, du brennst quasi lichterloh, Umweltverschmutzung hin oder her. Und wenn du jetzt deine gesamte Energie aus dir raussprudeln lässt, fällt dir auf, wie schnell du das Ganze hinter dich bringen kannst.

Mit meiner abgefahrenen Meditationsmusik im Hintergrund war ich schon nach der ersten Zeile „im flow“. Dann flogen meine Finger buchstäblich über die Tasten und aus 10 Wörtern wurden in nur kurzer Zeit 200, dann 400 und letzten Endes 476 Wörter.

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Habe ich eine Phase vergessen? Was heizt eure Konzentration so richtig an?

Ein Gedanke zu „4 Phasen zur Selbstmotivation

  1. Ich hab selten so einen gelungenen Artikel gelesen, der mir zudem auch noch aus der Seele spricht.. Der Verfasser scheint sich wohl damit auszukennen 😉

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