Lollapalooza 2018

Lollapalooza 2018

 

The Weeknd, Dua Lipa, David Guetta, Kygo, Imagine Dragons, Trettmann, Casper, RIN, Sofi Tukker, Years&Years, K.I.Z. und viele viele mehr waren der Grund dafür, dass das Berliner Olympiagelände am 8. und 9. September von Menschenmassen überflutet wurde. Das Lineup des diesjährigen Lollapalooza Festivals in Berlin, zeichnete sich besonders durch eine Fülle von inter- und nationalen Top-Acts aus und lockte dadurch auch mich und meine Freunde an. Mit dem Flugzeug reisten wir gemeinsam am 7. September in die Stadt, um am nächsten Tag so früh wie möglich auf’s Gelände zu kommen. Glücklicherweise sind ein paar Freunde von uns vor Kurzem nach Berlin gezogen und konnten uns für die Tage umsonst bei sich aufnehmen. Das Lollapalooza wechselt nämlich jedes Jahr seinen Standort und bietet somit leider keine Campingmöglichkeit. An der Stelle muss man sagen, dass das Festivalticket mit 140 Euro für zwei Tage ohne Übernachtung schon relativ teuer ist. Allerdings werden den Besuchern dafür, wie gesagt, sehr viele Top-Acts in der kurzen Zeit geboten und so gesehen ist der Preis eigentlich gerechtfertigt. (Ein kleiner Tipp, auf den viele bestimmt schon früher gekommen sind, der aber vielleicht ein paar Unwissenden noch helfen kann: Egal, ob Festival, Konzert oder Theater – schaut, bevor ihr euch auf der offiziellen Seite oder bei anderen Ticketanbietern eine Karte kauft, immer erst bei Ebay-Kleinanzeigen nach Angeboten. Irgendwelche Leute verkaufen da immer vergleichsweise sehr günstige Karten. Ich konnte dadurch zwar kein super Schnäppchen schlagen, habe aber immerhin 30 Euro gespart und eine Freundin hat ihre Karte sogar kurzfristig noch für 70 Euro bekommen.)
Das Gelände bot so ziemlich alles, was man sich auf einem Festival nur wünschen kann: von einem großen Street-Food-Markt, über unterschiedliche Kunst, Schmuck, Secondhandzelte, Glitzer, etliche Bier- und Cocktailbars, ein Tattoo- und Piercingstudio bis zu akrobatischen Darbietungen von Artisten im Schwimmbad oder an riesigen Tüchern, die von der Bühne hingen. Eigentlich fast ein bisschen überdimensioniert für zwei Tage, aber so hatte man auf jeden Fall immer etwas Neues zu entdecken. Das Wetter war ebenfalls auf unserer Seite und der wolkenlose, sonnige Himmel machte die Stimmung noch besser. Es gab an dem ganzen Wochenende eigentlich kaum etwas auszusetzen, bis auf eine Organisationspanne, für die das Festival gerade berechtigterweise von allen Seiten Kritik einstecken muss. Eine der vier Bühnen befand sich im Olympiastadion, auf welcher Samstagabend David Guetta, einer der Headliner, spielte. Da die Ränge des Stadions, welches normalerweise Kapazitäten für um die 75.000 Menschen hat, nicht geöffnet waren, wurden ab einer bestimmten Fülle keine Leute mehr rein gelassen. Auf den Bildschirmen vor dem Stadion stand dann bereits eine Stunde bevor David Guetta überhaupt zu spielen begann „vorübergehender Einlassstop“, welcher sich nicht als vorübergehend, sondern als permanent herausstellte. Das Festival hatte ca. 85.000 Besucher, von denen weniger als 10.000 die Möglichkeit hatten, zu den Hauptshows ins Stadion zu gelangen. Am Samstag mussten wir und viele andere verärgerte Besucher, die teilweise hauptsächlich wegen dem bekannten DJ angereist waren, die Situation hinnehmen und uns mit den Lichtern und Feuerwerken, von denen man außerhalb des Stadions auch ein paar Funken zu sehen bekam, zufrieden geben. Am nächsten Tag waren wir dann schlauer und bereits drei Stunden vor dem Auftritt von Kygo im Stadion, wodurch wir kein Einlassproblem mehr hatten. Allerdings haben wir in der Zeit einige andere Künstler verpasst, die wir gerne gesehen hätten. Natürlich kann man auf einem Festival fast nie alle favorisierten Bands sehen, da sich oft etwas überschneidet und man deswegen vielleicht auch mal verzichten muss, jedoch finde ich es organisatorisch schon etwas schwach, zwei Headliner in einem Stadion, in welches in dem genannten Verhältnis nur so wenig Leute reinpassen, spielen zu lassen. Viele Leute habe gerade für diese Shows bezahlt und sind jetzt verständlicherweise wütend und enttäuscht. Anscheinend gab es beim Lollapalooza, durch die ständigen Standortwechsel, immer wieder verschiedene Organisationsprobleme, die sich in diesem Jahr leider vorgesetzt haben.
Trotzdem hatten wir ein sehr gelungenes Wochenende und ich würde mir jederzeit wieder eine Karte kaufen, weil bis auf das genannte Problem, alles super geklappt hat und uns ein ziemlich buntes und schönes Festival geboten wurde. Wie man am Lineup schon erkennen kann, ist es kein Festival, auf dem man viele neue kleinere Bands kennenlernt. Es ist, was die Musik angeht, eher „mainstream-geprägt“, aber ich würde sagen, dass letztendlich trotzdem für jeden etwas dabei ist und die Songs, von denen man im Radio schnell genervt ist, sind live dann doch ganz schön cool.

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