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Was ist wichtiger: Die Moral oder das Geld?

Was ist wichtiger: Die Moral oder das Geld?

Viele würden jetzt auf der Stelle sagen, die Moral natürlich.
Denn sie sollte die Grundlage dafür sein, dass wir uns zivilisiert nennen und versuchen bestimmte Werte hoch zu halten.

Doch ist die Moral wirklich so wichtig?
Scheinbar nicht.
Der Politik ist das Geld oftmals wichtiger.
Sollte es nicht das Ziel der Politik sein, ein Vorbild für uns zu sein?
Aber die Moral wird in der Politik gerne Mal vergessen im Tausch gegen andere Gründe über Bord geworfen.
Man sagt immer, man sollte nicht lügen, doch was ist dann der Wahlkampf der einzelnen Parteien.
Es sind oft nur leere Versprechungen, die gemacht werden, um die Wähler zu ködern.
Gehalten werden diese Sätze, die man so schön auf ein Plakat schreiben, oder in eine Rede verpacken kann, nicht, oder nur teilweise. Die Auswirkungen solcher Versprechungen können eine ganze Nation an den Rand des Ausnahmezustandes bringen und massiv das Vertrauen der Wähler erschüttern.

Doch was interessieren den Politiker seine Lügen von gestern, wenn er am nächsten Tag dadurch Profit machen kann.

Doch gerade die Politik und die Regierung sollten eine Vorbildfunktion haben und diese auch erfüllen. Und doch ist dort oftmals Geld einer der wichtigsten Faktoren.
Ein Grund Verbündeten nicht zu helfen, doch dafür ist man ja eigentlich verbündet.

Natürlich tragen auch andere Faktoren zu einer solchen Entscheidung bei, aber das Geld bleibt trotzdem einer davon.

Das Geld hat einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Politik sollte die Moral über dieses stellen und auch wir sollten das.

Wie oft hört man jemanden über die Flüchtlinge oder andere sozial Bedürftige sagen, dass sie den Staat nur unnötig viel kosten, da sie keine Steuern zahlen und damit die Staatskassen nicht füllen.
Aber haben wie da Recht jemanden das abzusprechen, was er zum Leben braucht?
Um ein Leben zu führen, das auch lebenswert ist.
Das liegt nicht in unserer Macht, da wir uns oftmals nicht oder nicht mehr vorstellen können, wie im Falle mancher Flüchtlinge, verfolgt zu werden und alles zu verlieren, was wie hatten.

In solchen Fällen, darf das Geld keine Rolle spielen, sondern wir müssen auf unser Gewissen hören und darauf achten, dass die Moral in unserer Gesellschaft nicht verloren geht.

Kinder, die nie erwachsen werden

Kinder, die nie erwachsen werden

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In Bad Grönenbach, südlich von Memmingen, steht eins von 16 deutschen Kinderhospizen. Hier werden Kinder betreut, die unheilbar lebendsverkürzend erkrankt sind. Herr Frey, der ehrenamtlich im Kinderhospiz St. Nikolaus tätig ist, hat dieses den 10. Klassen vorgestellt.

Im Gegensatz zu einem Hospiz für Erwachsene, welches eher ein Haus zum Sterben ist, geht es im Kinderhospiz darum, den Kindern und ihren Familien eine Verschnaufpause und die Gelegenheit, ihre Akkus wieder auf zu laden, zu geben.

Im Kinderhospiz St. Nikolaus ist Platz für acht Kinder, deren Eltern und Geschwister. Vor zwölf Jahren wurde es in einer modernen Wohnsiedlung eröffnet. Dies lief allerdings nicht ohne Probleme ab: Nachbarn hatten gegen das Hospiz geklagt. Sie sagten: „Ein Hospiz ist ja eine schöne Sache, aber bitte nicht hier, wir wollen nichts mit Tod und Sterben zu tun haben.“ Laut Herr Frey ist das ein großes Problem, gegen das er und seine Kollegen ankämpfen. Niemand will sich mit diesen unschönen Themen auseinandersetzen, sie werden verdrängt. Doch früher oder später holen einen die Themen zwangsläufig ein.

Im Hospiz werden zwar sterbenskranke Kinder betreut, jedoch steht hier das Leben im Vordergrund. Es geht darum, die verbleibende Zeit möglichst gut zu nutzen. Den Familien die Möglichkeit geben, ohne Alltagsstress Zeit miteinander zu verbringen und den Kindern die verbleibende Lebenszeit möglichst schön zu machen. Jedoch geht es auch darum, dass die Eltern Zeit haben, sich um sich selbst oder um Geschwisterkinder zu kümmern. Gerade die leiden auch oft unter der Situation: die Eltern nehmen sich viel weniger Zeit für sie als für die kranken Geschwister, dadurch entsteht oft Neid. Hinzu kommt bei genetisch bedingten Krankheiten häufig die Angst, selbst auch krank zu sein. In 70% der Familien führt die Diagnose und Betreuung leider zu Scheidungen.

Das Kinderhospiz St. Nikolaus nimmt Kinder bis 18 Jahre auf, der Altersdurchschnitt liegt circa bei zehn Jahren. Es betreut von der Diagnose über die Krankheitszeit bis zum Tod und die Familien auch während der Trauer. Über 500 Familien hat das Hospiz schon begleitet. Sicherlich nicht wenige, aber im Vergleich zu den 23.000 Kindern, die auf einen Platz warten, ist es dann doch nur ein Bruchteil.

Jeder über 18 Jahren kann freiwillig in einem Kinderhospiz mithelfen, die Ausbildung zum ehrenamtlichen Helfer dauert zwei Jahre. Wolfgang Frey ist seit acht Jahren ehrenamtlich im Kinderhospiz tätig. Er erzählt, wie ihn selbst diese Arbeit verändert hat: „Ich lebe jetzt viel bewusster und versuche, jeden Augenblick zu genießen.“

Ich denke, Kinderhospize sind eine sehr wichtige und gute Sache. Schreibt doch mal Eure Meinung.

„Feminazis“ und Gleichberechtigung

„Feminazis“ und Gleichberechtigung

Feminismus – ein umstrittenes Thema in der heutigen Zeit. Aber warum eigentlich?

Wir alle sollten realisieren, was Feminismus wirklich bedeutet: Feminismus ist eine Richtung der Frauenbewegung, die für Gleichberechtigung und gegen Sexismus ist. Gleichberechtigung bedeutet in diesem Fall, dass Männer keinen höheren Rang als Frauen haben. Das bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass Frauen nicht höher gestellt werden dürfen als Männer.

Doch Vorsicht: Alle Männer als „sexistische Schweine“ oder „potenzielle Vergewaltiger“ zu verurteilen, ist kein Feminismus, sondern Diskriminierung. Frauen, die derartiges sagen, werden im allgemeinen Volksmund „Feminazis“ genannt und sind absolut nicht dasselbe wie Feministinnen.

Aus meiner Sicht sollte es selbstverständlich sein, dass jede Frau eine Feministin ist, denn Gleichberechtigung ist etwas Gutes. Wieso sollte man denn dagegen sein, als Frau die gleichen Rechte zu haben, wie ein Mann sie auch hat? Und an alle da draußen, die behaupten, dass Männer und Frauen doch schon längst gleichberechtigt sind: Schaut euch mal die Anzahl der weiblichen Führungskräfte gegenüber der der männlichen an. Oder denkt darüber nach, wie es sein kann, dass ein Mann im gleichen Job und in der gleichen Position teilweise deutlich mehr verdient als eine Frau.

Feminismus bedeutet aber auch, sich als Frau nicht vor anderen Frauen rechtfertigen zu müssen, warum man hauptberuflich Hausfrau ist oder Pink als Lieblingsfarbe hat.

Und wir müssen uns nichts vormachen: Natürlich sind Männer und Frauen sehr verschieden, nicht nur aus anatomischer Sicht. Männer sind von Natur aus stärker und rationaler, während  Frauen hingegen eher weicher und gefühlvoller sind. Das ist kein Sexismus und bedeutet auch nicht, dass es keine gefühlvollen Männer und keine starken Frauen gibt, aber wären wir alle gleich, hätte die Natur nicht Mann oder Frau aus uns gemacht. Wir sind nicht gleich, aber wir sind alle gleich viel wert und sollten überall auf der Welt dieselben Rechte haben. Und dafür steht Feminismus.

Ja, wir sind in Deutschland mit dem Thema Gleichberechtigung durchaus schon weit gekommen, aber es gibt Länder, in denen noch immer unzählige Frauen zur Heirat gezwungen werden, keinen Beruf ausüben dürfen und als Eigentum des Mannes gelten. Und auch Deutschland ist nicht perfekt. Obwohl es doch eigentlich absolut absurd ist, dass man für  Gleichberechtigung kämpfen muss, die doch eigentlich selbstverständlich sein sollte, müssen wir es dennoch tun. Und das nicht nur als Frau, sondern auch als moderner, selbstbestimmter Mann.

Keiner ist schlechter als der andere, unabhängig von Geschlecht oder sonst irgendetwas und genau so sollten wir uns auch gegenseitig behandeln.

 

 

Bild: http://www.pexels.com

Jede Flasche zählt!

Jede Flasche zählt!

„Sag mal, überlegst du dir nicht, was später mit deiner Plastikflasche passiert?“

„Hä? Wieso? Das ist eine Pfandflasche, die wird recycelt.“

„Das Plastik deiner Flasche liegt in vier Jahrhunderten immer noch auf der Erde rum.“

„Ist doch nur die eine Flasche.“

„Genau das denken sich viele der 7,6 Milliarden Menschen. Und wegen deiner und den ganzen anderen Plastikflaschen haben wir pro Jahr 450.000 Tonnen Plastikmüll in Deutschland.“1

Dieser Dialog zeigt zwei Probleme auf:

Erstens: der Einzelne fühlt sich nicht verantwortlich und denkt, eine Plastikflasche zu sparen kann nicht so viel ausrichten.

Zweitens: vielen ist nicht klar, was beim und vor allem nach dem Recycling passiert.

Viele Menschen denken, eine Flasche wird nach dem Recycling zu etwas Neuem, danach wieder zu was Neuem usw..

Nach Daten des Naturschutzbundes (NABU) werden ca. 25% der Plastikflaschen zu neuen Flaschen, 23% zu Fasern (in Form von  Taschen, Pullovern etc.), 22% zu Folien (Müllbeutel, Nudelverpackungen etc.) verarbeitet.²

Meist endet die Verwertungskette hier. Irgendwann landet die Folie, der Pulli oder die Tüte aus recyceltem Plastik dann im Restmüll. Oder wird achtlos als Müll in die Landschaft geworfen.

Aber wie kann man überhaupt nachhaltiger und ohne Plastik leben? Dies ist nicht zuletzt wegen der F4F-Demonstrationen ein Thema, das uns alle bewegt.

Auf der Suche nach Antworten bin ich auf eine sehr interessante Dokumentation und den Blogger Christoph Schulz gestoßen.³ In seinem Blog berichtet er, wie er in seinem Leben so viel Plastik wie möglich vermeidet.

Nachdem ich die Dokumentation angeschaut habe und im Blog von Christoph Schulz gelesen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es unter anderem eine Sache der Bequemlichkeit ist, Plastik nicht zu vermeiden. Und dass auch wir an der Schule vieles verändern können.

Wie kann ich mich und andere zu mehr tatsächlichem Umweltschutz bewegen?4

Auch Umweltpsychologen versuchen zu ergründen wie man Menschen zu umweltfreundlichem Verhalten motiviert. Dazu haben sie eine Art Checkliste4 erstellt, die ich mit konkreten Beispielen aus dem Schulalltag ergänzt habe:

  • Sich selbst in die Pflicht nehmen
    • Bei sich selber anfangen und sich im Alltag umweltfreundlicher verhalten
    • Eine Wasserflasche mitnehmen und diese immer wieder am Wasserhahn auffüllen
    • Statt Alu- oder Frischhaltefolie eine Brotzeitbox fürs Pausenbrot mitnehmen
    • Mitgebrachter Kaffeebecher statt Einwegbechern
    • Lösungsorientiert an Umweltdiskussionen, z.B. im Unterricht teilnehmen
  • Gewohnheiten durchbrechen
    • Anstatt sich von den Eltern zur Schule shutteln zu lassen mit dem Fahrrad fahren oder den Bus nehmen
  • Entscheidungsträger müssen Rahmenbedingungen schaffen
    • Z.B. in Tübingen wird es auf Einwegverpackungen Zusatzsteuer geben
    • In Schulen statt Getränkeautomaten Trinkbrunnen aufstellen
  • -Positive Gefühle zum Umweltschutz entwickeln
    • An eine positive Entwicklung glauben
    • Lösungsorientiert und positiv über Umweltthemen sprechen
  • -Gemeinsam Beiträge leisten
    • Gemeinsam Umweltprojekte an der Schule anregen und umsetzen
    • Mitarbeit in der Umwelt-AG

Denn:

„Leute wollen nicht die Probleme, sondern die Lösungen hören!“

In weiteren Blogbeiträgen wird es um reCUP, Strohstyropor und Zuckerplastik gehen.

1 vgl. https://www.quarks.de/umwelt/muell/so-werden-plastikflaschen-wiederverwertet/

2 https://www.zdf.de/gesellschaft/plan-b/plan-b-schluss-mit-plastik-100.html

3 https://www.careelite.de

4 vgl. Hamann, K.; Heidbreder, L.; Tröger, J. (2019). Mit Psychologie die Hebel zum Umweltschutz verstehen und fördern. report-psychologie 44. Jahrgang, 2/2019, S. 2ff.

Und was sagen die Schüler dazu?

Und was sagen die Schüler dazu?

Aller guten Dinge sind 3

Die Faschingszeit ist vorbei, gestern, am Aschermittwoch um 0.00 Uhr haben die Party Exzesse ihr Ende genommen und die Fastenzeit beginnt. Zwei Artikel zu Fasching und insbesondere dem lumpigen Donnerstag wurden schon veröffentlicht, aller guten Dinge sind 3 und was noch fehlt, ist doch offensichtlich die Meinung der Schüler.

Harte Fakten…

Wir haben Schüler und Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe um ihre Meinung gebeten, bezüglich der Teilnahme am Faschingsumzug. Seit 5 Jahren nehmen die Landsberger Schulen nicht mehr am großen Faschingsumzug am lumpigen Donnerstag teil, wirklich gut kommt das bei den Schülern nicht an.

Im Allgemeinen…

Die meisten haben große Lust wieder am Umzug teilzunehmen, jede Klasse mit ihrem Motto, inklusive Lehrer, eben genau so wie es früher war, aber sie sehen und verstehen auch die Gründe für das Beenden der Teilnahme, zu wenig Motivation bei Schülern, viel zu viel Alkohol und damit verbunden Müll und Dreck.  Dabei belassen es die Schüler aber nicht, die meisten bringen direkt Vorschläge, Lösungen und Änderungen mit ein.

Die Schülerkommentare

*Ich denke das IKG sollte wieder am Faschingsumzug teilnehmen, wo die Klassen aber selbst die Entscheidung fällen dürfen, ob sie überhaupt gemeinsam teilnehmen wollen. […]

*Ich finde, dass am lumpigen Donnerstag kein Unterricht sein sollte. […] Jeder sollte dann frei entscheiden ob er beim Umzug mitgeht, zuschaut oder bei der Party in der Schule bleibt.

*Beim Faschingsumzug wird ziemlich viel Alkohol konsumiert, auch von Minderjährigen, Das müsste man erstmal in den Griff bekommen bevor man 1.000 Schüler auf den Umzug schickt. Außerdem müsste man die Schüler motivieren, sonst bringt es nichts, einen so großen Aufwand zu machen. Trotzdem wäre ein Faschingsumzug eine gute Idee.

*Ich bin für einen Faschingsumzug, da es am lumpigen Donnerstag, wenn alle anderen sich vergnügen, ungerecht ist, wenn man Unterricht machen muss und nicht mal ein bisschen Spaß haben kann.

*Meine Meinung zu den letzten Faschingsumzügen ist, dass sie ziemlich schlecht bzw. langweilig waren. Das lag vielleicht daran, dass auf den Zügen hauptsächlich getrunken wurde und eher weniger Süßigkeiten verteilt wurden. […] Es wäre auch eine Idee, nur alle 2 oder 3 Jahre mit zu machen, da die Schüler dann wieder sind und gute Vorschläge bringen.

Die ganz persönliche Meinung…

Nachdem ich mich jetzt ein bisschen mit dem Thema auseinander gesetzt habe finde ich das unsere Schule unbedingt wieder am Umzug teilnehmen sollte, weil ich denke dass es ziemlich viel Spaß macht und die Erinnerungen noch lange bleiben werden. Außerdem wäre das ziemlich förderlich für die Klassengemeinschaften. 😉

Was man davor aber tatsächlich in den Griff bekommen sollte oder zumindest ein bisschen minimieren, ist der Alkoholkonsum, wenn man am Lumpigen früher Schulschluss macht und am Umzug teilnimmt könnte ich mir vorstellen dass die meisten erst nach dem Umzug zu trinken anfangen.

Auf diese Weise könnte von allen vermittelt werden, dass Spaß, Feiern, Lebensfreude und Alkoholkonsum nicht zwingend zusammenhängen. Über deine persönliche Meinung und insbesondere Lösungsvorschläge in den Kommentaren freuen wir uns ganz besonders, also lasst einen Kommentar da. 😉

Faschingsumzug am lumpigen Donnerstag in Landsberg
Fasching in Landsberg

Fasching in Landsberg

Darüber, ob es ein grundloses Besäufnis oder ein kulturell wertvolles Fest ist, lässt sich streiten, aber eins steht fest: Der Ladsberger Fasching am Lumpigen Donnerstag ist der Wahnsinn!

Mir hat mein erster Fsching in LL sehr gut gefallen und ich werde es auf jeden Fall wiederholen: Das Ganze begann mit verkleideten SchülerInnen in der Schule und ging dann um 14:00 Uhr mit dem Umzug am Hauptplatz weiter.

Die Stimmung war grundsätzlich sehr gut, aber mich hat es schockiert, schon so früh am Nachmittag Alkoholleichen zu sehen: Eine junge Frau, die auch den Umzug besuchen wollte, konnte nicht mehr laufen und musste sich mehrmals übergeben. Auch später, dann im Palazzo-Festzelt auf der Waitzinger Wiese, wo überwigend Personen zwischen sechzehn und dreißig Jahren feiern, waren die Krankenwägen im Dauereinsatz und holten die Betrunkenen, welche größtenteils auch Teenies waren, ab.

Trotz allem konnten die meisten um 22 Uhr noch laufen, hatten einen schönen Abend und viel Spaß im Zelt des Karnevall-Wahnsinns. Auch tolle Verkleidungen und gute Musik ließen den Abend lustig und unvergesslich werden.

Mein Fazit ist, dass wenn man sich nicht total abschießt, es mit dem Alkohol nicht übertreibt und es einem möglich ist, die überteuerten sechzehn Euro Eintrittsgeld aufzubringen, man einen tollen Abend mit seinen Freunden verbringen kann.

Was bringt das schon? Informationen aus unserer Partnerschule Butale Mixed Primary School in Uganda

Was bringt das schon? Informationen aus unserer Partnerschule Butale Mixed Primary School in Uganda

Was bringt das schon? Das habe ich mich am Weihnachtsbazar häufig gefragt: Für 2 Euro konnten Schüler mit einem Bananenfußball auf ein kleines Fußballtor schießen. Der Gag an der Sache war, dass ein Lehrer, in diesem Fall meist ich selbst, im Tor stand. Ich versuchte alles, möglichst wenige Bälle in das Tor kommen zu lassen, denn das hätte die Spendensumme jeweils um 50 Cent reduziert. Am Ende des Weihnachtsbazars haben etwa 130 Schüler auf unser Tor geschossen, ca. 390 Bälle galt es zu halten. Doch ändert sich mit diesen 130 Euro, die die AG Eine Welt aus dem Bananenfußballschießen eingenommen hat, etwas an der Lebenssituation für die Kinder unserer Partnerschule in Uganda oder versickert das Geld irgendwo und der schweißtreibende Einsatz an diesem Vorweihnachtsabend war umsonst…?

Vergangene Woche konnten die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe zusammen mit den Mitgliedern der AG Eine Welt von Frau Blank, der Vorsitzenden der Vereins „Hand in Hand für Uganda“ in einem spannenden Vortrag hautnah miterleben und sich vergewissern, dass jeder Euro bei den Kindern ankommt und dort auch gut eingesetzt ist.

Was passiert also mit den 2 Euro, die Du vielleicht beim Bananenfußballschießen ausgegeben hast? 2 Kindern hast Du damit schon eine Malariabehandlung ermöglicht, ohne die sie schwer leiden oder sogar sterben können, wenn sie sich aus eigener Kraft die Behandlung nicht leistern können. Würden sich zwei Jahrgänge am IKG zusammentun, und alle würden 2 Euro spenden, könnnte davon sogar eine ganze Krankenstation für einen Monat errichtet werden, damit Ärzte und Krankenschwestern in den Ort kommen und diese Impfungen auch verabreichen können.

Ganz selbstverständliche Dinge wie Damenbinden könnten von Deinen 2 Euro gekauft werden. Fehlen sie, bleiben Mädchen mehrere Tage während ihrer Regelblutung vom Unterricht entfernt, verpassen den Unterricht und fühlen sich auch so wie Menschen zweiter Klasse..

Doch was passiert, wenn sich die gesamte Schulgemeinschaft zusammentut und einen Betrag spendet? 1500 Euro konnten Frau Triller, die SMV und der Elternbeirat an Frau Blank übergeben, die jeweils aus den Einnahmen des Weihnachtsbazars gespendet worden sind. Für eine solche Summe, die das IKG auch schon die letzten Jahre an den Verein gespendet hat, sind auch größere Projekte zu schultern:

Für nur 1200 Euro können alle Schüler für ein Trimester warmes Essen erhalten. Dauerhaft gelang es den Verein, von unseren Spendenbeiträgen einen Wassertank zu errichten und auch 2016 einen Brunnen zu bohren, damit der Zugang zu sauberen Trinkwasser garantiert ist und auch der kilometerlange Weg zur Wasserstelle wegfällt.

Die Liste der notwendigen Wünsche lässt sich beliebig lang aufzählen, sodass es noch für viele Jahre Projekte gibt, die das IKG unterstützen kann. Vieles klingt für uns so selbstverständlich: Ein Fußboden für die Klassenzimmer, damit im Sandboden keine Sandflöhe für schwere Wunden sorgen, Toiletten für alle Schüler, und die dringende Renovierung der Klassentrakte, in der etwa 50 Schüler in einer Klasse sind.

Unser Geld kommt an und so viel Gutes konnte damit schon erreicht werden! Doch fast noch interessanter für mich war, wie die Kinder in den doch einfachen Lebensverhältnissen in Uganda eine Lebensfreude ausstrahlen, von der wir uns wohl mehr als eine Scheibe abschneiden könnten – es geht uns doch so gut!

Vielen lieben Dank, liebe Frau Blank, für Ihre Ausführungen und die lebhafte Diskussion. Es war für uns mehr als beachtlich, von ihrem Einsatz für die Kinder in Uganda zu hören und weckte bei uns wieder richtig Lust, sich auch hier in Landsberg für unsere Partnerschule einzusetzen.

-olli–

Habt ihr auch Ideen, was Du für Kinder der einen Welt tun kannst? Wir sind gespannt auf Deinen Kommentar.

Die Sache mit dem Anfangen

Die Sache mit dem Anfangen

Pro·kras·ti·na·ti·on

/Prokrastinatión/

Substantiv, feminin [die]

das Verschieben, Aufschieben von anstehenden Aufgaben, Tätigkeiten

Kennen wir es nicht alle? Diese eine Sache steht an, dieses eine Ding muss erledigt werden, nur diese eine Aufgabe. Eigentlich weiß man ja schon länger, dass es gemacht werden müsste, aber immer kam irgendwas dazwischen. Doch jetzt scheint es ruhig zu sein. Man müsste sich eigentlich nur hinsetzen und es tun. Doch auf einmal scheint es doch ganz interessant, endlich mal wieder den Schreibtisch aufzuräumen. Ein bekanntes Phänomen, das bei vielen Leuten vor allem bei Mathe-Hausaufgaben auftritt, jedoch definitiv nicht auf diese beschränkt ist. Dieser Artikel ist das beste Beispiel, anstatt an dem eigentlichen Artikel für Morgen zu arbeiten, sitze ich hier und schreibe dies.

Der Entschluss, jetzt Tipps gegen dieses ständige Aufschieben zu suchen, war eher spontan, und noch spontaner war der Entschluss, die besten Fünf hier für euch aufzuschreiben – natürlich nicht um mich vor meinem eigentlich geplanten Artikel zu drücken!

Tipp 1: Planen.

Klingt verrückt einfach, aber Dr. Google gibt mir als einen großen Ausweg aus der Unproduktivitätsfalle das Planen. Schafft euch To-Do Listen, möglichst konkrete, mit genauen Zeitangaben. Am Besten sollte diese Planung schon am Abend vorher geschehen, doch das funktioniert sicherlich auch an diesem einen furchtbar unproduktiven Nachmittag: Setzt euch hin und schreibt erstmal auf, was ihr noch tun müsst. Nutzt jedoch dieses aufschreiben nicht als weitere Prokrastination, eine Liste sollte reichen!

Tipp 2: Realismus.

Bleibt bei der Planung eurer Aufgaben für einen Tag immer realistisch. Denkt drüber nach, ob ihr diesen fünf-Seiten-Aufsatz wirklich noch heute Abend schreiben könnt. Wenn die Antwort nein ist, dann solltet ihr eure Planung überdenken. Nehmt euch nur so viel vor, wie ihr auch schaffen könnt, und lasst Platz für Freizeit – zu viel Stress soll nur noch weiter demotivieren, und dann besteht die Gefahr, dass ihr gar nicht mehr anfangt, oder viel zu spät – und zu wenig Schlaf ist auf keinen Fall gesund!

Tipp 3: Belohnungen.

Belohnt euch selbst für alles was ihr schafft. Wenn ihr euch eine Belohnung in Aussicht stellt, fällt es euch leichter anzufangen und die wie auch immer geartete Aufgabe dann auch zu Ende zu bringen. In dem Punkt sind wir wohl alle noch ziemlich animalisch. Übrigens können auch Pausen eure Belohnung sein – ist vielleicht gerade beim Lernen ganz hilfreich!

Tipp 4:  Konzentration.

Oder doch lieber nicht? Laut Google kann beides helfen. Einerseits sollt ihr versuchen, euch erstmal um jeden Preis zu konzentrieren. Doch sollte es gar nicht gehen, ist eine Pause bzw. eine Ablenkung nötig. Aber erstmal macht Schluss mit Multitasking, schaut, dass ihr euch nur auf eure Aufgabe konzentriert – und nur wenn gar nichts geht, dürft ihr wieder Instagram checken oder euch anderweitig ablenken!

Tipp 5: Fangt an!

Einfach so. Jetzt. Zumindest wenn ihr etwas zu tun habt. Hoffentlich lest ihr diesen Artikel aber eh nicht als Prokrastination, sondern um etwas zu lernen. Aber denkt nochmal genau nach: Ist dieses bisschen Hausaufgabe den Strich wirklich wert?  

Und nun? Mit meinem eigentlichen Blogartikel bin ich immer noch nicht weiter, und doch habe ich jetzt einen für morgen. Denn als Prokrastination schreibt sich ein Blogartikel doch ganz leicht!

Was ist mit euch, seid ihr auch Aufschieber oder erledigt ihr Aufgaben eher so früh wie möglich? Lasst uns doch einen Kommentar da!

Die drei Möglichkeiten am Lumpigen Donnerstag

Die drei Möglichkeiten am Lumpigen Donnerstag

Nächste Woche ist er wieder der Tag, an dem alles anders ist. Schon morgens auf dem Weg über den Hauptplatz wird klar, dass eine stille Übereinkunft getroffen wurde, den Grundsatz „Kein Bier vor Vier“ kollektiv zu missachten. Doch damit nicht genug! Es sind viele Menschen in seltsamen Gewändern zu sehen.

Was ist das? Ein heidnischer Kult? Es scheint fast so, denn später am selben Tag versammelt sich die bunte Menge, um einer Prozession durch das Stadtinnere beizuwohnen, die aus bebauten Wägen besteht. Aus dem Inneren jener Wägen schallen ihre Choräle. Es sind zwar immer die gleichen „heiligen Klänge“, jedoch ertönen sie alle durcheinander und in einer Lautstärke, die es erlaubt, sie auch alle gleichzeitig zu hören, ganz egal, wie weit der Wagen weg ist. Frenetisch jubelt die Menge ihren Götzen auf den Wägen zu. Als Dank dafür wird sie mit Süßigkeiten bombardiert. Weitere Bestandteile dieses Spektakels sind anscheinend der übermäßige Konsum von Alkohol für jeden, der irgendwie als 16 durchgeht und der anschließende Besuch in einem jener Tempel, die „Festzelt“ genannt werden.

Ihr wist natürlich, wovon ich spreche: Es ist mal wieder so weit: Der Lumpige Donnerstag mit all seinen Freuden steht vor der Tür.

Doch wie genau betrifft uns der „Lumpige“- abgesehen von den jährlichen Schauergeschichten von alkoholisierten Schülern – an der Schule?

Zunächst einmal wäre da der Umstand, dass sich kaum jemand wirklich konzentrieren kann. Nach dem Entschluss der Schulen, nicht mehr am Faschingsumzug teilzunehmen ist ein Loch entstanden, das bis jetzt noch nicht richtig gefüllt wurde. Da das gemeinsame Event „Umzug“ nun nicht mehr besteht, ist der Nachmittag in der Stadt für viele das einzige, worauf sie sich an diesem Tag freuen können – die Motive dafür variieren natürlich zwischen den Altersgruppen sehr stark. Nichtsdestotrotz lässt sich die Vorfreude auf den Nachmittag förmlich spüren und je höher der Jahrgang, desto stärker lässt sie sich auch an der Atemluft riechen. Ob letzteres nun wirklich Vorfreude oder doch eher ein anderer Duft ist, lassen wir an dieser Stelle mal offen. Fakt ist aber, dass sich kaum ein ruhiges Klassenzimmer finden wird, egal ob das aufgrund von aufgeregten Unterstuflern oder außer Gefecht gesetzten Oberstuflern der Fall ist.

Umso anstrengender ist es dann, Unterricht zu haben, sowohl für Schüler als auch für Lehrer. Als Folge der ständigen Unruhe ergeben sich in der Regel drei Szenarien im Klassenzimmer:

Entweder, die Lehrkraft gibt nach und die Klasse geht dazu über, einen Film zu schauen (an dieser Stelle sei das absolute Meisterwerk „Donald Duck im Reich der Zahlen“ hochgepriesen) oder die Lehrkraft bleibt standhaft und macht regulären Unterricht – oft unter einem allgemeinen Aufstöhnen der Schüler. Was allerdings fast noch schlimmer ist, sind die Klassen, in denen unter Zwang und auf Teufel komm raus der Fasching „zelebriert“ wird. Diese Variante ist dann meistens begleitet von „Karnevalsmusik“ und Unmengen an Mohrenköpfen, sowie der obligatorischen Tanzeinlage, bei der keiner so recht mitmachen will.

In allen Fällen hat letztendlich keiner der Anwesenden wirklich Lust, am Unterricht teilzunehmen und sowohl Lehrende als auch Belehrte können es kaum erwarten, endlich den rettenden Schlussgong zu vernehmen. Schnell wird die Frage gestellt, die zwar in allen Köpfen herumgeistert, aber von wenigen ausgesprochen wird: „Warum machen wir das überhaupt? Es ist ja schließlich der Lumpige Donnerstag!“.

Zwar kann die Schule uns nicht mit einem früheren Unterrichtsschluss entgegenkommen, allerdings gab es die letzten Jahre immerhin das gnädige Angebot, eine Polonaise zu veranstalten. Und so begibt es sich jedes Jahr zur zweiten Pause, dass ein Schulsprecher die Ehre hat, an der Spitze einer Schülerschlange das Gebäude abzuschreiten und nicht eher zu ruhen, als dass er seine Pflicht getan und alle Schüler mindestens einmal durch die Aula geführt hat. Das mag zwar für jüngere Schüler ein großartiges Angebot sein, jedoch wird relativ schnell deutlich, dass auch dieser Spaß seine (Alters)Grenzen hat. Außerdem stellt sich auch hier die Frage, inwiefern es sinnvoll ist, den Tag zwar offiziell als normalen Schultag zu händeln, ihn dann aber mit 15 Minuten gezwungener „Jeckerei“ zu durchbrechen, die vor allem ältere Schüler eher frustriert als beglückt zurücklässt.

Doch mit dem Ende des Schultags ist das Ganze ja noch nicht vorbei. Mit dem Gong strömen unzählige Schüler in Richtung Innenstadt, um dort endlich ein bisschen Spaß zu haben. Hier werden die Erinnerungen gemacht, die den Gesprächsstoff für die nächsten zwei Wochen liefern. Während das bei jüngeren Jahrgängen ein eher unschuldiger Vorgang ist, kommen diese Erinnerungen bei älteren scheinbar nur durch übermäßigen Alkoholkonsum und den Pflichtbesuch im Palazzo zustande, wo man sich dann zusammen mit tausenden Gleichgesinnten um eine der zwei Bars drängt, denn nur so lässt sich über den Umstand hinwegsehen, dass phasenweise in 15 Minuten drei Mal der gleiche Schlager zu hören ist.

Das End´ vom Lied?

Auch am nächsten Tag ist kaum jemand anzutreffen, der tatsächlich in der Lage oder Stimmung ist, im Unterricht zu sein. Wer nicht zu müde oder verkatert ist, der tut so – man will ja schließlich auch was zu erzählen haben. Und so wird auch der Freitag mit Filmen und Erzählungen vom Vortag totgeschlagen, bevor endlich das Wochenende kommt.

Aber was wären denn sinnvolle Alternativen zum jetzigen Modell? Gibt es eine Möglichkeit, diesen Schultag auf angenehme Weise zu gestalten?

Meiner Meinung nach wäre bei diesem Thema etwas mehr Konsequenz vonnöten. Entweder, man hat als Schule eine gemeinsame Faschingsveranstaltung, an der alle Stufen beteiligt sind, oder man lässt das Ganze bleiben und versucht irgendwie, den Schultag halbwegs erträglich zu gestalten. So oder so wird man diejenigen, die es darauf anlegen, sich am LumpiDo zu Schulzeiten oder davor zu betrinken nie vollständig daran hindern können, das zu tun. Natürlich ist es schwieriger, die Schüler zu beaufsichtigen, wenn alle gemeinsam an einem „Faschingsprojekt“ teilnehmen, andererseits könnte die Zahl derer, die am Donnerstag dazu tendieren, sich ihren „Spaß“ einzuflößen, möglicherweise durch eine gemeinsame Aktivität, die tatsächlich Spaß macht, verkleinert werden.

Letztendlich bleibt der „Lumpige“ an der Schule ein schwieriges Thema, für das es keine eindeutige Lösung zu geben scheint.

Doch was meint ihr, gibt es gute Alternativen? Lasst gerne einen Kommentar mit eurer Meinung da!

Bild: http://www.pexels.com (kostenfreie Lizenz)

Schülermeinungen zu Fridays or future

Schülermeinungen zu Fridays or future

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Fridays for Future war in letzter Zeit ein großes Thema, das auch schon hier im Blog thematisiert wurde. In diesem Artikel geht es darum, was Schüler*innen von den Demonstrationen halten.

Die meisten der Schüler*innen finden die Aktionen grundsätzlich gut, nur wenige sind dagegen. Allerdings üben die meisten auch Kritik: nicht klar genug definierte Ziele oder die Tatsache, dass es vielen nur ums Schuleschwänzen ging. Einige fordern auch, dass an der Schule mehr für die Umwelt getan werden sollte.

Hier einige Ausschnitte:

Man sollte sich für die Welt einsetzen und NICHT zulassen, dass die Politiker (und andere Leute) sie kaputt machen. Auch wenn es in Deutschland eine Schulpflicht gibt, finde ich, dass die Schüler auch lernen sollen, sich für etwas einzusetzen.

(Aniki, 7. Klasse)

Ich finde es gut, dass Schüler demonstrieren, vor allem für das Klima, da wir es sind, die die Folgen des Klimawandels tragen müssen. […] Außerdem beschweren sich sehr viele Erwachsene, dass sich unsere Generation nicht für Politik interessiert und jetzt, wenn wir zur Demo gehen, ist die Schulleitung und das Landratsamt dagegen.

(Simone, 7. Klasse)

Demonstrieren ist schon was Schönes. Rausgehen, etwas für die Umwelt tun und bei F4F-Demos sogar kein Unterricht. Aber ist das wirklich so? Hilft Demonstrieren der Umwelt? Ich glaube, Demonstrieren hilft, Politiker oder Personen, die wirklich etwas ausrichten können, zu erreichen. Doch nur Reden ohne Taten hilft keinem, ihr müsst selbst etwas tun! Sammelt Müll, spart Papier, vermeidet Plastik! Ihr müsst im Kleinen helfen! In der Politik kann ich als 12-Jährige nichts machen, um mich für den Umweltschutz einzusetzen, aber ich kann klein anfangen. Denkt über die Folgen von Getränkedosen nach! Werden alle Abfälle recycelt? Demonstriert UND macht etwas! Tun statt Reden!

(Tabea, 7. Klasse)

Demonstrieren kann gut sein, weil es dadurch der Umwelt besser gehen kann und sich vielleicht dadurch manche sich Gedanken machen. Was kann man besser machen? Man müsste aber auch am IKG sich um die Umwelt kümmern.

(Schüler*in 7. Klasse)

Ich glaube, dass die Demo viele Jugendliche wachgerüttelt hat, auch in ihrer Freizeit mal auf einige Dinge zu achten.

(Schüler*in 9. Klasse)

Fridays for Future ist schon mal ein guter erster Schritt für einen Gedankenwandel im Klimawandel.

(Schüler*in 9.Klasse)

Fridays for Future ist ein guter Schritt in die richtige Richtung und ich hoffe, dass mehr Leuten klar wird, dass wir nur einen Planeten haben und gerade dabei sind ihn zu zerstören.

(Schüler/in 9. Klasse)

Meiner Meinung nach sind die Schüler nicht zur Demo gegangen, um Schule zu schwänzen, da alle, die bei der Demo waren, noch ein zusätzliches Projekt machen müssen, das außerhalb des Unterrichtes stattfindet. Und selbst wenn, wäre das denn so schlimm, wenn Schüler mal vier Stunden Unterricht schwänzen und dadurch auch noch etwas zur Demo beitragen, denn je mehr Leute da sind, desto mehr Aufmerksamkeit kriegt es. Wenn man es genau nimmt, sollten die Schüler, die nicht bei der Demo waren, ein Projekt zum Klimawandel machen, da sie sich dann so gegen den Klimawandel einsetzen können.

(Schüler*in 9. Klasse)

Allerdings gibt es auch Schüler*innen, die wenig von den Demonstrationen halten:

Dieser ganze Protest ist zwar eine ursprünglich echt gute Aktion, aber komplett ausgeartet in gemeinsames Schuleschwänzen und erinnert etwas an Kindergeburtstag oder Fasching ohne auch nur ein Kostüm. Dann zieht euch wenigstens einen Froschanzug an, um zu zeigen wie lächerlich dieser Sauhaufen ist. Außerdem hat dieses Klassenclown-Treffen nicht mehr viel mit einer Demo, die klare Ziele hat, gemeinsam!(Luis, 8. Klasse)

Ich finde, dass es Unsinn ist, wenn Schüler demonstrieren. Viele gehen einfach nur hin, weil sie „dazu“ gehören wollen und nicht, weil sie etwas für die Umwelt tun wollen.(Schüler/in, 7. Klasse)

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Ich denke, grundsätzlich sollte man zwischen den beiden Forderungen „Die Politik muss aktiv werden“ und „Wir selbst müssen unser Verhalten ändern“ unterscheiden und nicht das eine gegen das andere ausspielen. Natürlich müssen wir alle unser Konsum- und unser Mobilitätsverhalten ändern, aber nur mit viel Naivität kann man davon ausgehen, dass Appelle an das Verhalten von Jedermann noch den Klimawandel stoppen können. Wirklich große Veränderungen in Industrie und Gesellschaft können nur über politische Entscheidungen erreicht werden.

Ich finde es sehr schade, wenn aufgrund von wenigen Teilnehmern, die vielleicht nicht mit ganzem Herzen hinten den Forderungen stehen, die Bemühungen und der Idealismus der anderen, insbesondere auch der Organisatoren, ins Lächerliche gezogen oder angezweifelt werden. Das ist nämlich auch eine Taktik, die gegen Greta Thunberg angewandt wird und auch grundsätzlich gegen die ganze Bewegung „Fridays for Future“. Nein, wir haben nicht erst dann das Recht zu demonstrieren, wenn wir uns selbst völlig perfekt verhalten! Wir dürfen und müssen Handeln von der Politik auch dann fordern können, wenn wir auch an unserem eigenen Verhalten noch arbeiten müssen!

Schreibt doch mal Eure Meinung!

Der Tag der Liebe

Der Tag der Liebe

Überall rosa-rot dekorierte Schaufenster, Herzchenschokolade und an jeder Ecke Plakate, auf denen ein Mann und eine Frau sich küssen – der Valentinstag ist mal wieder gekommen. Doch irgendwie geht die ursprüngliche Bedeutung des Valentinstags durch diesen ganzen Konsum unter. Deshalb möchte ich am heutigen Tag, der doch eigentlich der Tag der Liebe sein sollte, auch etwas zum Thema Liebe schreiben.

Liebe ist nicht grundsätzlich gleichbedeutend mit dem, was wir jeden Valentinstag erneut gezeigt bekommen. Wir sehen diese Plakate, auf denen uns Mann und Frau als Liebespaar und damit als Idealbild gezeigt werden, aber Liebe ist doch weitaus mehr als das. Heterosexualität ist einfach nur eine  Seite der Liebe und es gibt noch so viele andere.

Homosexuelle vertreten beispielsweise eine weitere Seite der Liebe. Wie ihr ziemlich sicher wisst, bedeutet homosexuell sein, dasselbe Geschlecht zu lieben – und genau das ist der Punkt.

Valentienstag ist der Tag der Liebe und somit also nicht nur Tag der Heterosexualität, sondern auch Tag der Homosexualität und allen anderen Sexualitäten, denn Liebe bleibt Liebe, egal für wen jemand sie empfindet.

Eine dieser anderen Sexualitäten ist Bisexualität. Vielleicht habt ihr davon schon mal gehört, erfreulicherweise zählt Bisexualität zu den bekannteren Arten der Liebe. Leider haben viele Menschen noch immer das Bild im Kopf, dass ein bisexueller Mensch auf Männer und Frauen steht. Es gibt drei Geschlechter, und ein bisexueller Mensch steht auf zwei davon, aber auf welche wird mit dem Wort „bisexuell“ keinesfalls definiert.

Und übrigens: Jemand, der sich als bisexuell identifiziert, geht nicht automatisch öfter fremd, lässt sich nicht gleich auf jeden ein und hält sich auch nicht alle Hintertüren auf. Woher diese Vorurteile kommen, kann ich selbst nicht erklären und sie scheinen mir auch nicht logisch oder begründet.

Wer auf alle Geschlechter steht, ist pansexuell. Laut Definition bedeutet pansexuell sein, dass ein Mensch für einen anderen Menschen romantische oder sexuelle Gefühle empfindet, unabhängig davon welches Geschlecht dieser Mensch hat. Ein anderes Wort für Pansexualität ist Omnisexualität. Bi- oder Polysexualität sind, entgegen der häufigen Annahme, jedoch nicht dasselbe wie Pansexualität. Diese Seite der Liebe ist definitiv weniger bekannt als Bi- oder Homosexualität. Vermutlich haben einige auch noch nie etwas davon gehört. Und doch steht pansexuellen Menschen ein Tag der Liebe genauso zu, wie allen anderen auch.

Das sind ein paar Seiten der Liebe gewesen, die sich ziemlich leicht erklären und verstehen lassen. Allerdings sind das nur die größten Gruppen gewesen, doch es gibt noch tausend andere Unterarten. Eines haben sie aber alle gemeinsam und das ist die Liebe, unabhängig davon, ob sie gleichgeschlechtlich oder sonst etwas ist.

Eine kompliziertere Sache, die von unsere Gesellschaft meist vollkommen falsch verstanden wird, ist Asexualität. Asexuell sein bedeutet einerseits, dass ein Mensch einfach kein Interesse an Sex und auch kein Verlangen danach hat. Andererseits heißt asexuell auch, dass jemand anderen Menschen gegenüber keine sexuelle Anziehung empfindet. Entgegen vieler Vorurteile kann ein asexueller Mensch sich verlieben und auch durchaus Sex haben. Jemand, der also asexuell ist, kann beispielsweise biromantisch sein. Das klingt im ersten Moment verwirrend, ist aber eigentlich ziemlich einfach.

Um es besser zu verstehen, sollte man bedenken, dass es auch aromantische Menschen gibt. Das ist sozusagen das Gegenteil von asexuell, jemand, der aromatisch ist, findet zwar andere Menschen sexuell anziehend, hat jedoch keinerlei Interesse an romantischer Liebe.

Menschen, die sowohl asexuell als auch aromatisch sind, werden als aroace bezeichnet. Entgegen der weitläufigen Meinung ist es Menschen, die aroace oder auch aromantisch sind, sehr wohl möglich, Liebe zu empfinden. In diesem Fall ist es anstatt romantischer Liebe einfach platonische Liebe. Auch wenn diese Art der Liebe freundschaftlich ist, so ist sie dennoch genauso wichtig wie romantische Liebe.

Der Valentinstag sollte also nicht einfach nur das Datum auf den Plakaten und in den Geschäften sein. Dieser Tag ist dazu da, die Liebe und ihre vielen verschiedenen, einzigartigen Seiten zu feiern und das ist etwas, woran wir viel zu selten denken.

Also lasst uns damit aufhören, uns immer auf diese Plakate und den ganzen Konsum zu konzentrieren, anstatt auf die Liebe und ihre Bedeutung für uns.

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Bist du etwas Besonderes? DIENSTAGSGEDANKEN

Bist du etwas Besonderes? DIENSTAGSGEDANKEN

Die Schule soll die Persönlichkeit formen. Viele nehmen für sich in Anspruch individuell zu sein. Doch machen wir uns nicht etwas vor? Lebst du oder wirst du gelebt? Bist du besonders?

Es ist eine typische Frage für unsere Gesellschaft. Wir leben in einer konkurrenzorientierten Gesellschaft. Vergleiche und der Drang sich abheben zu müssen. Besonders ist das, was nicht jeder hat, was einen auszeichnet. Besonders ist das, was uns von uns selbst wegführt, und uns zu einer Denkweise des Wettbewerbs hinführt. Begonnen in der Schule, ja teilweise schon im Kindergarten oder zuhause in der Familie. Sie führt uns auch weg vom einfachen Sein, vom So-Sein-Wie-Du-Bist, hin zu einem Sei-So-Wie-Kein-Anderer-Ist. Es ist zwanghaft wichtig ausgesprochen individuell zu sein. Ausgesprochen einzigartig.

Doch wenn du die Resonanz durch dein ›Sein‹ nicht erhältst, ja dann kannst du die Bestätigung durch ein ›Scheinen‹ erlangen. Durch deine „Individualität“. Du verstellst dich, um von anderen Resonanz zu erhalten. Aber sind wir noch oder scheinen wir nur?

Und geht nicht dadurch die wahre Individualität, das wahre individuelle Sein, das Gefühl ohne Zwänge und Vorgaben, die von allen so geschätze persönliche Freiheit kaputt?

Letztendlich führt die Frage hin zu Dingen, die uns voneinander trennen. Sollten wir uns nicht eigentlich viel mehr fragen, was wir gemeinsam haben?

Einmal auf dieses Rollenspiel eingelassen, ist der Weg in die eigene Identität schwer. Eine Frage also, die sich selber in Frage stellt..