Puls Open Air Festival 2017

Puls Open Air Festival 2017

 

Am 08. Juni 2017 war es endlich soweit: wir haben uns auf den Weg zum Schloss Kaltenberg gemacht, wo das Puls Open Air statt findet. Mit dem vollgestopften Auto wurden meine Freundin und ich auf den Rücksitzen halb zerquetscht. Als wir an dem heißen Sommertag auf dem Festivalgelände angekommen sind, war schon eine ganze Menge los und die Schlange am Eingang ewig lang. Da wir unseren Proviant auf einem Rollkasten verstaut haben, hatten wir ziemliche Probleme damit, den Kasten über den Kiesweg zu rollen. Nach einiger Zeit haben sich immer mehr Leute dazu bereit erklärt, uns mit unserem schweren Rollkasten zu helfen.

Nach ein bis zwei Stunden sind wir dann endlich am Zeltplatz angekommen und haben schnell einen geeigneten Platz gefunden. Da wir aus früheren Erfahrungen gelernt haben, erst das Zelt aufzubauen bevor wir mit dem ersten Bier anfangen, haben wir das getan. Zur Belohnung wurden dann die ersten Dosenbiere geöffnet. Bald sind alle unsere Freunde angekommen und das Wochenende hat nun endgültig begonnen. Wir haben uns schnell mit den Nachbarn angefreundet und spätnachmittags hat dann die erste große Flunky-Ball-Runde begonnen. Wir waren Leute im Alter von 16-21 Jahren, aber alle haben sich gut verstanden. Abends hat die Warm-Up-Party begonnen, zu der ein paar Leute von uns hingegangen sind. Aber viele sind auch am Zeltplatz geblieben, weil das richtige Line-Up erst am Tag darauf begonnen hat. Um zwei Uhr nachts war dann der erste Festivalabend schon wieder vorbei und wir haben uns zu dritt in unser ungemütliches Zelt gequetscht.

Lange konnten wir nicht schlafen, da es ab ungefähr acht Uhr in der früh unerträglich heiß in unserem Zelt wurde. Außerdem hatten unsere lieben Nachbarn eine eigene riesige Musikbox dabei und haben diese schon sehr früh eingeschaltet. Na ja, eigentlich haben sie sie in der Nacht gar nicht ausgeschaltet. Nun wurden die Reserven ausgepackt: Müsli und Toast ohne Toaster. Als wir dann mit Bärenhunger unser Müsli vorbereiten wollten, ist uns aufgefallen, dass wir die Milch vergessen haben. Im Laufe der Tage stellte sich heraus, dass wir nicht nur die Milch vergessen haben. Aber überlebt haben wir trotzdem. Zum Frühstück wurde schon das erste Radler geöffnet und so ging der Tag weiter.

Die erste Band, die wir angeschaut haben, waren Giant Rooks. Sie sind eine deutsche Newcomer-Band und waren ein perfekter Start ins Festival. Gleich danach haben HONNE auf der Hauptbühne gespielt und bei ihrem berühmten Lied „Someone that loves you“ ist uns allen das Herz aufgegangen. Um 19:30 Uhr abends ist der Italiener Fil Bo Riva aufgetreten und gleich danach spielten die Headliner Bilderbuch auf der großen Hauptbühne. Ihr Auftritt war das Highlight des gesamten Wochenendes für mich. Bei ihrer einzigartigen Show und dem Tanzstil von ihrem Sänger Maurice Ernst ist das Publikum vor allem bei den Lieder „Schick Schock“ und „Maschin“ ausgeflippt. Ein unvergesslicher Abend. Die letzte Band für diesen Abend war Von Wegen Lisbeth, die aus Berlin stammen. Ganz süß haben sie zugegeben, dass sie noch nie vor so einer großen Menge aufgetreten sind. Nach ihrem Auftritt war der zweite Abend auf Puls Open Air dann auch schon wieder vorbei.

Am nächsten Tag sind wir bis 20:30 Uhr auf dem Zeltplatz geblieben, haben gechillt, Bierpong und Flunky-Ball gespielt und sind dann zu der Folk-Band Mighty Oaks gegangen. Mit ihren akustischen Gitarren strahlten sie eine schöne Stimmung aus. Da uns die nächsten Headliner nicht sehr interessiert haben, sind wir ein bisschen auf dem Festivalgelände herum gelaufen und haben uns bei den leckeren, u.a. veganen, Essensständen Leckereien gekauft. Am nächsten Morgen herrschte eine komische Stimmung: alle haben zusammen gepackt und nach und nach sind immer mehr Leute heim gefahren. Auch wir wurden bald abgeholt und die Dusche zu Hause hat sich noch nie so gut angefühlt.

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