Für Schnäppchen reisen

Für Schnäppchen reisen

Jeden Tag in der Schule langweilen wir uns und versinken in Tagträume über all die Orte, wo es jetzt schöner wäre als in diesem Zimmer mit der tristen Atmosphäre. Natürlich kommen uns da wuselnde, moderne oder kulturelle Städte und die einsame Natur von manch so einem Kontinent der jetzt nicht gerade Europa ist vors Auge. Dafür müssen wir noch warten, bis wir volljährig sind und mehr Zeit haben, als es die Ferien zulassen. Aber wir haben freie Zeit und genau diese sollten wir nutzen, um Orte zu erkunden, die uns nicht nur schöne Erinnerungen schaffen sondern neue Erfahrungen schenken. So können wir dann doch vor dem langweiligen Schulalltag fliehen, wenn auch nicht für immer.

 

Prag, Weihnachtsferien

Wie man sich vorstellen kann war es natürlich arschkalt und sehr windig. Dauernd um die  -5°C. Aber man sagt ja es gibt nicht das falsche Wetter, sondern nur die falsche Kleidung. Natürlich waren wir so sehr eingemummelt in Schal und Kapuze, dass ein Einheimischer uns erst auf Tschechisch und dann doch noch auf Englisch gefragt hat, ob wir denn auch eine Bombe bei uns hätten. Wir konnten ein Hotel für etwas weniger als 10€ die Nacht pro Person finden und es gab auch keinerlei Ärger wegen dem Alter, nur in manchen Clubs oder Bars gab es Probleme, aber auch nicht wegen dem Einlass. Billige Busfahrten gibt es von München, die kosten teilweise 15€ und man fährt 4/5 Stunden.iphone 20 085

Berlin, Osterferien

Für 10,50€ haben wir ein Bettchen in einem Hostel bekommen. Ein 8er Zimmer mit wechselnden Mitbewohnern aus aller Welt, die alle ganz freundlich waren auch wenn so manch einer den Hang zum Schnarchen hatte. Man kommt überall gut mit der U- oder S-Bahn hin, doch dann fahren die plötzlich in der Nacht nicht mehr. Davor muss man Acht geben, wobei es nachts auch gute Busverbindungen gibt und man kann viele Menschen fragen, die sind komischerweise alle offener und hilfsbereiter als hier in Bayern. Viel zu sagen gibt es sonst über unsere schöne Hauptstadt auch nicht mehr, jeder kennt sie. Was aber definitiv einen Besuch wert ist, sind die schönen Flohmärkte und die etlichen Secondhandläden. Außerdem kann man abends ein schönes Picknick veranstalten, zum Beispiel in der Nähe von der Insel der Jugend.

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Kroatien, Sommerferien

Mit recht billigen Bussen (um die 20/30€) kann man sich auf eine 13-stündige Reise mit Umsteigen in Ljubljana gefasst machen und hat dazu noch den Gratisgenuss von lauten, kroatischen Schlagern inklusive. Es war nichts weiter geplant als unsere Anreise und so hatten wir Schlafsäcke, ein Zelt, Gaskocher und Töpfe im Rucksack und kamen damit auch gut über die Runden. In Kroatien gibt es gute Busverbindungen Vorort, die auch sehr billig sind. Also sind wir von Stadt zu Stadt die Küste runter und haben meistens am „Strand“ geschlafen, da gibt es kaum Probleme auch wenn das im Grenzbereich zu illegal liegt. Gegen ein bisschen vagabundieren hat dann aber auch niemand was, solange man nicht zu auffällig ist. Von ein paar Studenten haben wir gehört, dass sie circa 100 € zahlen mussten, weil sie mit ihrem Wohnmobil auf einem Parkplatz genächtigt hatten. Nichtsdestotrotz waren sie ganz gastfreundlich und haben uns zu einem netten Abend und einer Nacht in ihrem Zelt eingeladen, welche auch die Einzige auf unserer Reise mit Isomatten war. Die Campingplätze dort sind sehr teuer, etwas Billigeres als 15€ die Nacht konnte man spontan gar nicht finden. Nach circa 2 Wochen Urlaub, die wir in Novigrad, Poreč, Rovinj und Pula verbracht haben wussten wir auch, dass es dort sehr touristisch ist und die Menschen eher Deutsch als Englisch sprechen. Trotzdem haben wir viele nette Leuten kennen gelernt, wie die Studenten oder Italiener, die uns auch glatt nach Mailand einluden.

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Florenz, Sommerferien

Morgens um 4 Uhr sind wir gestrandet und da das Erste, was wir am Horizont erblickt haben, ein McDonalds war, haben wir dort mit den ganzen Partyleichen gemeinsam in den Tag gestartet. Mittags konnten wir dann endlich den 18er Damenschlafsaal unseres Hostels beziehen, welcher direkt über einem Kirchensaal mit täglich stattfindenden Konzerten lag. Von Gratiseintritt haben wir im Palazzo Pitti mit Kunstgalerie und Palastgarten profitiert, da kommt man unter 18 umsonst rein. Florenz ist eine schöne italienische Stadt direkt am Arno gelegen, der aber so dreckig ist, dass wir ihn auch gerne mal Anus nannten. Unser Bus für die Rückreise sollte um halb 1, nach einer Planänderung, die uns per SMS mitgeteilt wurde, außerhalb der Stadt abfahren. Nur leider kam dieser besagte grüne Bus nie an, man sagte, wir hätten ihn verpasst. Das war aber unmöglich, da wir schon 1 ½ Stunden früher da waren zusammen mit der letzte Tram. Dazu kommen die andern 15 aufgeregt telefonierenden Menschen um uns herum. Nach einer Nacht auf dem gemütlichen Coop-Parkplatz hat uns die erste Tram zu dem wohlbekannten guten, alten McDonalds zurückgebracht. Wir hatten Glück und noch einen Bus für den Tag gefunden, diesmal aber leider ohne einen italienischen Schmonzettenfilm, wie auf der Hinfahrt. Nach langen Hin- und Herdiskussionen gab es auch das Geld für den vermeintlich verpassten Bus zurück.

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Wenn ihr noch Geschichten über eure Urlaube zu erzählen habt oder Tipps zu ergänzen, dann meldet euch in den Kommentaren

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