Schönheitsideale in unserer Gesellschaft

Schönheitsideale in unserer Gesellschaft

Ab heute Abend läuft die neue Staffel einer gewissen Fernsehshow, die so ziemlich jeder kennt. Eine Show, die sich die „ideale Frau“ sucht, indem sie einen Haufen anderer Frauen aussortiert, weil diese, laut unserer Gesellschaft, nicht schön, perfekt oder sexy genug sind.

Auch die Male-Models, die in dieser Fernsehshow auftreten, entsprechen Jahr für Jahr demselben Bild: groß, durchtrainiert, muskulös und  braungebrannt.

Doch nicht nur solche Fernsehshows oder große Fashionlabels zeigen uns Tag für Tag die Fotos vermeintlich perfekter Menschen – auch Instagram, Facebook und Co vermitteln uns täglich derartige Bilder.

Aber was macht denn, laut den Schönheitsidealen unserer Gesellschaft, eine „ideale Frau“ oder einen „idealen Mann“ überhaupt aus?

Zuallererst kommt bei Frauen, um die es, dank jener Fernsehshow, in diesem Artikel hauptsächlich gehen soll, selbstverständlich die Frage nach der Figur auf. Die „ideale Frau“ muss so dünn sein, dass ihr selbst Größe 34 fast zu groß ist, aber natürlich trotzdem Kurven an den richtigen Stellen haben. Zu klein darf sie keinesfalls sein, mindestens 1.70m, aber zu groß sähe auch nicht gut aus. Die Beine müssen ewig lang sein, die Taille schmal und das Gesicht so ebenmäßig wie nur möglich.

Heidi Klum, Claudia Schiffer oder Lena Gercke entsprechen beispielsweise der „idealen Frau“ unserer Gesellschaft.

Nun ein Gegenbeispiel: Marilyn Monroe.

Marilyn Monroe zählt heute noch als das Sexsymbol schlechthin, selbst in unserer Gesellschaft, deren jetzigen Schönheitsidealen sie keinesfalls entspricht. Die Amerikanerin war nur 1.66m groß, was schon für sich genommen ein Grund wäre, aus dem sie heute niemals modeln könnte. Außerdem hatte sie üppige Kurven und bestand, anders als der größte Teil der Models, die heutzutage die Titelbilder der großen Zeitschriften schmücken, nicht nur aus Haut und Knochen.

Wie kann es sein, dass sich unsere Schönheitsideale in 70 Jahren so sehr verändert haben, aber es eine „ideale Frau“ von damals gibt, die noch heute als sexy und als schön gilt?

Ist das nicht irgendwie inkonsequent?

Wenn unsere Gesellschaft Marilyn Monroe heute noch als „ideale Frau“ sehen kann, warum dann nicht auch jede andere Frau?

Ist denn nicht auch eine Frau, die kleiner als 1.70m ist, die nicht in Größe 34 passt und auch keine Wespentaille hat, trotzdem eine „ideale Frau“?

Müssen wir uns wirklich weiterhin Fernsehshows anschauen und uns danach nur noch schlechter fühlen, weil wir ständig erzählt bekommen, wir wären nicht „ideal“?

Oder können wir uns nicht einfach mal vor den Spiegel stellen und uns selbst sagen, dass wir „ideal“ sind?

Ob männlich, weiblich oder irgendetwas dazwischen – das was wir ständig gezeigt bekommen, entspricht nicht im Geringsten der Realität. Wir können unser Leben und unser Aussehen nicht mit Photoshop bearbeiten und das sollten wir auch nicht. Kein Mensch auf dieser Welt ist perfekt und das ist vollkommen in Ordnung so. Vielleicht sollten wir solche Shows also das nächste Mal einfach als das betrachten, was sie eigentlich sind: Comedy-Shows.

Beitragsbild: Quelle: pixabay.com / CCO License

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