Schülermeinungen zu Fridays or future

Schülermeinungen zu Fridays or future

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Fridays for Future war in letzter Zeit ein großes Thema, das auch schon hier im Blog thematisiert wurde. In diesem Artikel geht es darum, was Schüler*innen von den Demonstrationen halten.

Die meisten der Schüler*innen finden die Aktionen grundsätzlich gut, nur wenige sind dagegen. Allerdings üben die meisten auch Kritik: nicht klar genug definierte Ziele oder die Tatsache, dass es vielen nur ums Schuleschwänzen ging. Einige fordern auch, dass an der Schule mehr für die Umwelt getan werden sollte.

Hier einige Ausschnitte:

Man sollte sich für die Welt einsetzen und NICHT zulassen, dass die Politiker (und andere Leute) sie kaputt machen. Auch wenn es in Deutschland eine Schulpflicht gibt, finde ich, dass die Schüler auch lernen sollen, sich für etwas einzusetzen.

(Aniki, 7. Klasse)

Ich finde es gut, dass Schüler demonstrieren, vor allem für das Klima, da wir es sind, die die Folgen des Klimawandels tragen müssen. […] Außerdem beschweren sich sehr viele Erwachsene, dass sich unsere Generation nicht für Politik interessiert und jetzt, wenn wir zur Demo gehen, ist die Schulleitung und das Landratsamt dagegen.

(Simone, 7. Klasse)

Demonstrieren ist schon was Schönes. Rausgehen, etwas für die Umwelt tun und bei F4F-Demos sogar kein Unterricht. Aber ist das wirklich so? Hilft Demonstrieren der Umwelt? Ich glaube, Demonstrieren hilft, Politiker oder Personen, die wirklich etwas ausrichten können, zu erreichen. Doch nur Reden ohne Taten hilft keinem, ihr müsst selbst etwas tun! Sammelt Müll, spart Papier, vermeidet Plastik! Ihr müsst im Kleinen helfen! In der Politik kann ich als 12-Jährige nichts machen, um mich für den Umweltschutz einzusetzen, aber ich kann klein anfangen. Denkt über die Folgen von Getränkedosen nach! Werden alle Abfälle recycelt? Demonstriert UND macht etwas! Tun statt Reden!

(Tabea, 7. Klasse)

Demonstrieren kann gut sein, weil es dadurch der Umwelt besser gehen kann und sich vielleicht dadurch manche sich Gedanken machen. Was kann man besser machen? Man müsste aber auch am IKG sich um die Umwelt kümmern.

(Schüler*in 7. Klasse)

Ich glaube, dass die Demo viele Jugendliche wachgerüttelt hat, auch in ihrer Freizeit mal auf einige Dinge zu achten.

(Schüler*in 9. Klasse)

Fridays for Future ist schon mal ein guter erster Schritt für einen Gedankenwandel im Klimawandel.

(Schüler*in 9.Klasse)

Fridays for Future ist ein guter Schritt in die richtige Richtung und ich hoffe, dass mehr Leuten klar wird, dass wir nur einen Planeten haben und gerade dabei sind ihn zu zerstören.

(Schüler/in 9. Klasse)

Meiner Meinung nach sind die Schüler nicht zur Demo gegangen, um Schule zu schwänzen, da alle, die bei der Demo waren, noch ein zusätzliches Projekt machen müssen, das außerhalb des Unterrichtes stattfindet. Und selbst wenn, wäre das denn so schlimm, wenn Schüler mal vier Stunden Unterricht schwänzen und dadurch auch noch etwas zur Demo beitragen, denn je mehr Leute da sind, desto mehr Aufmerksamkeit kriegt es. Wenn man es genau nimmt, sollten die Schüler, die nicht bei der Demo waren, ein Projekt zum Klimawandel machen, da sie sich dann so gegen den Klimawandel einsetzen können.

(Schüler*in 9. Klasse)

Allerdings gibt es auch Schüler*innen, die wenig von den Demonstrationen halten:

Dieser ganze Protest ist zwar eine ursprünglich echt gute Aktion, aber komplett ausgeartet in gemeinsames Schuleschwänzen und erinnert etwas an Kindergeburtstag oder Fasching ohne auch nur ein Kostüm. Dann zieht euch wenigstens einen Froschanzug an, um zu zeigen wie lächerlich dieser Sauhaufen ist. Außerdem hat dieses Klassenclown-Treffen nicht mehr viel mit einer Demo, die klare Ziele hat, gemeinsam!(Luis, 8. Klasse)

Ich finde, dass es Unsinn ist, wenn Schüler demonstrieren. Viele gehen einfach nur hin, weil sie „dazu“ gehören wollen und nicht, weil sie etwas für die Umwelt tun wollen.(Schüler/in, 7. Klasse)

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Ich denke, grundsätzlich sollte man zwischen den beiden Forderungen „Die Politik muss aktiv werden“ und „Wir selbst müssen unser Verhalten ändern“ unterscheiden und nicht das eine gegen das andere ausspielen. Natürlich müssen wir alle unser Konsum- und unser Mobilitätsverhalten ändern, aber nur mit viel Naivität kann man davon ausgehen, dass Appelle an das Verhalten von Jedermann noch den Klimawandel stoppen können. Wirklich große Veränderungen in Industrie und Gesellschaft können nur über politische Entscheidungen erreicht werden.

Ich finde es sehr schade, wenn aufgrund von wenigen Teilnehmern, die vielleicht nicht mit ganzem Herzen hinten den Forderungen stehen, die Bemühungen und der Idealismus der anderen, insbesondere auch der Organisatoren, ins Lächerliche gezogen oder angezweifelt werden. Das ist nämlich auch eine Taktik, die gegen Greta Thunberg angewandt wird und auch grundsätzlich gegen die ganze Bewegung „Fridays for Future“. Nein, wir haben nicht erst dann das Recht zu demonstrieren, wenn wir uns selbst völlig perfekt verhalten! Wir dürfen und müssen Handeln von der Politik auch dann fordern können, wenn wir auch an unserem eigenen Verhalten noch arbeiten müssen!

Schreibt doch mal Eure Meinung!

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